Banken in Japan zahlen nun für Geldeinlagen

Der Chef der japanischen Zentralbank hat den Zinssatz am Freitag ins Negative gesenkt. Für Geld am Konto zahlten Banken ab sofort -0,1 Prozent Zinsen. Die Europäische Zentralbank verlangt von Banken, die ihr Geld bei der EZB parken -0,3 Prozent.
Der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, verkündete den Schritt am Freitag, der die schwächelnde japanische Wirtschaft ankurbeln soll. Zwei Tage lang wurde darüber beraten. Banken, die ihr Geld bei der Nationalbank parken, anstatt Kredite zu vergeben, müssen nun eine Gebühr bezahlen.

Auch die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen ist auf einem Rekordtief von 0,185 Prozent. Die Anleger an den Börsen freut das, der Nikkei-Index hat am Freitag zu Handelsschluss 2,8 Prozent zugelegt.

Ständig fallende Preise

In Japan kämpft man seit fast zwanzig Jahren gegen ständig fallende Preise. Ziel ist eine Inflation von 2 Prozent, der Ölpreisverfall macht das jedoch schwierig. Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, sinkende Preise verschrecken jedoch Investoren, die sich damit sinkende Erlöse erwarten.
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