Banker (41) betrog Kunden und Freunde um ein Vermögen

Der Angeklagte mit Verteidiger vor Gericht.
Der Angeklagte mit Verteidiger vor Gericht.Trimmel Sascha
Ein zweifacher Familienvater hatte sich einfach übernommen, stopfte die privaten Finanzlöcher mit Geld aus seiner Bank. Schaden: 300.000 Euro.

Im Zeitraum von 2002 bis 2020 hatte ein 41-jähriger Bankangestellter aus dem Weinviertel laut Anklage Kunden, vor allem auch private Freunde, bestohlen.

Nur Löcher gestopft

Der 41-Jährige hatte nach dem Tod seines Vaters die Landwirtschaft übernommen, investierte das Geld seiner Kunden in Geräte, Solaranlage, Leasing-Geräte. Die Kunden wurden über die "Verluste" nie informiert. Der Trick: Er riss ein Loch auf und stopfte damit das nächste Loch zu. Kurz vor Fälligkeit des Sparkontos war das Konto gedeckt, dann wurde es wieder leer geräumt. Schadenssumme laut Anklage: rund 300.000 Euro.

Ein Zeuge bestätigte beim Prozess in Korneuburg: "Er war ein Freund, ich habe ihm blind vertraut."

Bedingte Haft

Nach einem Suizidversuch zog der Banker schließlich die Notbremse, machte eine Selbstanzeige und informierte seinen Vorgesetzten. 

Vor Gericht in Korneuburg zeigte sich der 41-Jährig umfassend geständig und reuig: "Ich schäme mich dafür, die Opfer waren meine Freunde." Der Angeklagte hat mittlerweile den Schaden beglichen. Das Urteil: 22 Monate bedingte Haft (rechtskräftig).

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