Einen seit zwölf Jahren andauernden Betrug konnten Polizisten im Innviertel klären: Die Bankangestellte Brigitte Z. (61) soll bei Wertpapierverrechnungen extrem hohe Geldbeträge abgezweigt haben. Obwohl ein Großteil des Schadens wiedergutgemacht wurde, fehlt von immerhin 1,3 Millionen Euro noch immer jede Spur!
Seit 1998 konnte die Bankangestellte offenbar tun, was sie wollte: Laut den Ermittlern der Polizeiinspektion Altheim soll sie bei insgesamt 24 Wertpapier-Verrechnungskonten Betrügereien begangen haben. Es war ein ewiges Loch-auf-Loch-zu-Spiel, berichtet ein Kripo-Mann: Die Beschuldigte habe laufend falsche Auszahlungsbelege hergestellt und das Geld dann von den Konten abgehoben. Damit die Sache nicht auffliegt, soll die Frau Scheinkäufe getätigt haben. Die abgeräumten Konten wiesen daher immer denselben Stand auf. Bitter: Wohlhabende Kunden vertrauten der verwitweten Bankerin über Jahre hinweg, kamen ihr nie auf die Schliche!
Die Rieder Staatsanwaltschaft prüft derzeit den Fall, will sich aber noch nicht festlegen, ob Brigitte Z. angeklagt wird.