Die bevorstehende Scheidung und die Angst, seine Tochter zu verlieren ließen bei Christoph G. die Sicherungen durchbrennen. Nach einer Aussprache soll er mit einem Messer seine Frau getötet haben.
Christoph G. (34) hatte Angst um seine Tochter – jetzt wird er sein Kind wahrscheinlich nie mehr in die Arme nehmen! am Montag erstmals von der Kripo einvernommen. "Der Beschuldigte hat die Tat gestanden. Die Absicht, seine Frau zu töten, bestreitet er aber", so Polizeisprecherin Camellia Anssari.
Das beruflich erfolgreiche Paar kämpfte offenbar seit längerem mit privaten Problemen. Demnächst hätte sich Bankerin Ruxanda von Christoph G. scheiden lassen. Der Manager befürchtete, dass Mutter und Tochter (6) gemeinsam wegziehen würden und er sein Kind nicht mehr wieder sehen würde.
Nach einer Unterredung in der Wohnung in Brigittenau zuckte Christoph G. aus. Er soll zum Messer gegriffen und seine Frau erstochen haben. Dann brachte der Manager, für den die Unschuldsvermutung gilt, die Tochter zu den Großeltern und stellte sich bei der Polizei.
Andreas Huber