Bankomat spuckte zu viel aus: Kunde vor Gericht

Der Angeklagte (links) und seine Anwältin Daniela Schiesl (rechts).
Der Angeklagte (links) und seine Anwältin Daniela Schiesl (rechts).Bild: privat, Daniel Schreiner
Ein falsch befüllter Bankomat in Stockerau (Korneuburg) hatte im Oktober für einen Geldsegen bei einigen Kunden gesorgt. Heute zahlte ein 23-Jähriger dafür vor Gericht die Rechnung.
Zahltag für einen besonders gierigen 23-Jährigen heute am Landesgericht Korneuburg - im Oktober hatten sich mehrere Kunden an einem falsch befüllten Bankomat (Anm.: statt 20er-Scheine spuckte der Automat 50er-Noten aus) bereichert ("Heute" berichtete).

Der 23-Jährige hatte dies immer wieder ausgenützt, war mehrmals Kunde beim Bankomat und machte einen Profit von knapp 6.000 Euro. Heute musste sich der verschuldete Lieferant wegen Unterschlagung am Landesgericht Korneuburg verantworten. Der 23-Jährige meinte: "Ich kam zum Bankomaten und erfuhr, dass der Automat 50er statt 20er spuckt. Da hob ich ab und zahlte das Geld aufs überzogene Konto ein", so der vorbestrafte 23-Jährige. Das Urteil (rechtskräftig): sechs Monate bedingte Haft wegen Unterschlagung. Die Probezeit für die bedingten Strafen wegen Nötigung und Körperverletzung wurden verlängert.

Übrigens: Insgesamt waren 196 Menschen von der Panne betroffen, 84 Kunden hatten von der Panne profitiert, jedoch nur bei einigen war ein strafbares Verhalten wahrscheinlich (Anm.: viele bemerkten die teils geringe Differenz gar nicht und steckten das ausgespuckte Geld einfach ein), diese müssen sich am Bezirksgericht Korneuburg verantworten.

(Lie)

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