Deutsche wollen Bär in Österreich töten

Dieser Bär wurde von einer Wildkamera fotografiert (8. Oktober 2019)
Dieser Bär wurde von einer Wildkamera fotografiert (8. Oktober 2019)Bild: Jagdverband Tirol
Ein Braunbär ist in Tirol in die Fotofalle getappt. Jetzt streiten Experten über die Gefahr, die von ihm ausgehen könnte. In Bayern fordert man nun seinen Abschuss.
Es ist bereits die zweite Bären-Sichtung in Tirol in diesem Jahr. Eine Wildkamera fotografierte am vergangenen Dienstag (8. Oktober 2019) um 23:17 Uhr den Braunbären bei seinem Streifzug durch den Tiroler Wald.

Erst im Juni war ein Bär im Klausenwald bei Reutte fotografiert worden. Bezirksjägermeister Arnold Klotz geht nun davon aus, dass es sich um dasselbe Tier handelt.

Wie gefährlich dieser Braunbär ist, darüber streiten allerdings die Experten. "Das Tier ist sehr unauffällig und scheu", sagt Klotz. "Von ihm geht keine Gefahr aus."

Die Stelle, an der der Bär fotografiert wurde, werde von Menschen kaum frequentiert. Die Bauern in der Region beruhigt Klotz auch, denn bislang sei nur ein Hirsch von dem Braunbären gerissen worden, Weidetiere wurden nicht getötet. "Es ist auch nicht anzunehmen, dass er das tut", so Klotz weiter.

CommentCreated with Sketch.40 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Keine Daseinsberechtigung"

Im benachbarten Bayern ist die Sorge über den Braunbären hingegen groß. "Der Wolf und der Bär gefährden hochgradig die Almwirtschaft", so Georg Mair, Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Obernbayern, beim Almbauerntag in Mittenwald. Für ihn ist klar: "Eine Entnahme muss unverzüglich passieren".

Auch Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) ist für den Abschuss des Bären: "Wir sollten anerkennen, dass Bären und Wölfe im Alpenraum leider keine Daseinsberechtigung mehr haben".

Ähnlich ist auch die Meinung des Tiroler Landwirts und Obmanns der Bezirkslandwirtschaftskammer, Christian Angerer: "Diese Nähe ist besorgniserregend", sagte er gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Und weiter: "Unser Vieh ist zwar von den Almen zurück, aber noch nicht in den Ställen und steht überall im Reuttener Talkessel auf den Heimweideflächen. Der Bär hätte einen gedeckten Tisch."

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