Die große Show boten die krisengeschüttelten Katalanen bei der Premiere der Klub-Legende aber trotzdem nicht. Es brauchte einen Elfmeter von Memphis Depay, um den Heimsieg zu fixieren (48.).
Damit führte der einstige spanische Mittelfeld-Stratege die Katalanen zum ersten vollen Erfolg nach vier Liga-Spielen, in denen Barca bloß zwei Punkte geholt hatte.
ÖFB-Legionär Yusuf Demir hatte auch unter Xavi keinen Platz in der Startformation. Statt des Rapid-Leihspielers brachte der Coach den 17-jährigen Debütanten Ilias Akhomach, wechselte für diesen in der Halbzeitpause Abdessamad Ezzalzouli ein. Demir wurde schließlich in der 88. Minute für den verletzt ausgetauschten Nico Gonzalez in die Partie genommen.
Unter Xavi kehrten die Katalanen wieder zu ihrem klassischen Ballbesitz-Spiel zurück, dominierten die Partie mit gut 70 Prozent Ballbesitz. Torgefahr entstand dabei allerdings lange nicht. Einen brandgefährlichen Abschluss von Sergio Busquets entschärfte Espanyol-Keeper Diego Lopez mit einer Glanzparade (31.).
Brandgefährlich wurde es dann nur 70 Sekunden nach Wiederbeginn. Gavi schickte Depay an die Grundlinie, dort grätschte Espanyol-Kicker Leandro Cabrera nach dem Ball. Depay nahm dies dankend an – Elfmeter. Den versenkte der Niederländer selbst zur 1:0-Führung. Frenkie de Jong jubelte in der 65. Minute bereits über den vermeintlichen zweiten Barca-Treffer, wurde allerdings wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Espanyol warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vor, scheiterte gleich zweimal am Aluminium. Raul de Tomas zirkelte in der 81. Minute einen Freistoß an die Außenstange, setzte in der 85. Minute auch einen Kopfball ans Aliminium. Eine Minute davor traf Landry Dimata unbedrängt das leere Tor nicht.
Die junge Barca-Mannschaft wirkte sichtlich verunsichert, zitterte den 1:0-Heimerfolg aber schließlich über die Zeit.