Barca startete mit einem 4:2-Heimsieg gegen Real Sociedad in die neue La-Liga-Saison. Yusuf Demir saß auf der Bank. Der 18-Jährige hoffte auf sein Pflichtspieldebüt für die Katalanen, wärmte beim Stand von 3:0 bereits auf. Dann kassierten seine Kollegen zwei Treffer. Trainer Ronald Koeman wechselte Defensiv-Kräfte ein.
Die Premiere im Camp Nou blieb dem Wiener also vorerst verwehrt. Dass Demir in den kommenden Wochen seine Chance in der ersten Mannschaft erhalten wird, gilt aber als so gut wie fix. Der Ex-Rapidler zählte in der Vorbereitung zum Stamm von Koeman. In fünf Testspielen brachte er den Offensiv-Mann vier Mal von Beginn an, wechselte ihn beim 1:2 in Salzburg ein. Gegen Stuttgart glänzte Demir mit seinem ersten Tor im Barca-Dress, gegen Juve mit Superstar Ronaldo steuerte er beim 3:0-Erfolg einen Assist bei.
Abwehrchef Gerard Pique ist sich sicher, dass man von seinem jungen Mitspieler noch einiges hören wird. Der Routinier lässt aktuell aufhorchen: "Yusuf Demir hat einen sehr ähnlichen Dribbling-Stil wie Leo Messi. Er ist jung und schon jetzt auf einem großartigen Level. Ich bin sicher, dass er uns noch viel helfen wird."
Der angesprochene Messi hat seinen Herzensklub bekanntlich nach 21 Jahren verlassen. Weil Barca in Geldnöten ist, hat der Argentinier bei Paris Saint-Germain unterschrieben. Dort verdient er in den kommenden zwei Jahren 35 Millionen Euro pro Saison, hat die Option auf ein drittes Jahr.
Seine gesamte bisherige Laufbahn verbrachte er gemeinsam mit Pique bei den "Blaugrana". Der Welt- und Europameister weiß also, wovon er spricht, wenn er Demir mit dem sechsfachen Weltfußballer vergleicht. Es ist ein Lob, das bei den Barca-Anhängern viel Vorfreude auf ihren neuen Dribblanski auslöst.