Barcelona: Polizei sucht Helfer des Attentäters

Nachdem am Montag der mutmaßliche Todeslenker Younes Abouyaaqoub erschossen wurde, ist die Polizei nun auf der Suche nach möglichen Helfern.
Younes Abouyaaqoub (22) konnte sich vier Tage lang vor der Polizei verstecken, bevor er am Montag in Subirats, etwa 45 Kilometer westlich von Barcelona, gefunden und erschossen wurde. Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Todeslenker bei seiner Flucht Unterstützung erhalten hat.

"Es ist eindeutig, dass er in irgendeiner Form eine Logistik gehabt haben muss", sagt Carlos Mundo, Justizminister der katalanischen Regierung, laut "Spiegel" dem "Catalunya Radio". Deshalb sind die Behörden nun auf der Suche nach möglichen Helfern.

Nach Younes Abouyaaqoub wurde zuvor europaweit gefahndet. Der 22-jährige Marokkaner hatte am Donnerstag (17.8.) gezielt mit einem Lieferwagen auf der Füßgängerzone La Rambla mehrere Personen überfahren. Er war das letzte noch flüchtige Mitglied einer zwölfköpfigen Terrorzelle, die ursprünglich noch größere Anschläge geplant hatte.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 22-Jährige die rund 40 Kilometer vom Stadtrand Barcelonas bis nach Subirats zu Fuß gekommen ist. Er soll seine Kleidung gewechselt, sich tagsüber versteckt und nachts gelaufen sein.

Younes Abouyaaqoub
Younes Abouyaaqoub


Terror in Spanien

Seit Mittwoch ist es zu zwei zusammenhängenden IS-Terroranschlägen mit insgesamt 15 Toten gekommen. Am Donnerstagabend raste in Barcelona ein Lieferwagen auf der Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge. 13 Menschen wurden dabei getötet, über 120 verletzt. Der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaqoub saß am Steuer.

Nach der Attacke verhinderte die Polizei Schlimmeres bei einem zweiten Anschlag in Cambrils. Fünf Angreifer fuhren mit einem Auto in mehrere Zivilisten, bevor sie von der Polizei erschossen wurden. Die Jihadisten verletzten sieben Personen, eine Frau erlag später ihren Verletzungen.

Bereits am Mittwoch gab es eine Explosion in einem Wohnhaus in Alcanar, bei der ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden sind. Offenbar wollte die Terrorzelle dort mit Gasflaschen eine größere Bombe bauen. Auf seiner Flucht hat der Todeslenker zudem einen Spanier erstochen, dessen Auto er als Fluchtwagen benutzt hatte.

(red)

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