Fussball

Barisic: "Uns hat Corona-Krise am stärksten getroffen"

Rapid Wien bereitet sich gerade in Bad Tatzmannsdorf auf den Saisonstart vor. Verstärkungen für die Champions-League-Quali sind nicht drinnen. 
Markus Weber
04.08.2020, 20:40

Mit Kapitän Stefan Schwab, Tobias Knoflach und Stephan Auer haben drei Spieler die Hütteldorfer ablösefrei verlassen. Nimmt man die Leih-Rückkehrer Deni Alar und Andrija Pavlovic aus, gibt es keinen grün-weißen Zugang. Und dabei könnte es auch bleiben, wie Sport-Geschäftsführer Zoki Barisic auf der Vereinshomepage erklärte. 

"Die wirtschaftliche Grundlage fehlt, um die nächsten Schritte zu setzen. In unserem Plan wäre es vorgesehen, nach der Verjüngung im letzten Jahr, die Mannschaft jetzt punktuell zu verstärken. Covid-19 hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", erklärte der 50-Jährige. "Darum werde ich den Teufel tun, die Mannschaft jetzt unter Druck zu setzen."

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Trotzdem musste auch Barisic eingestehen: das Champions-League-Qualifikationsduell am 25. oder 26. August könnte zum grün-weißen Millionen-Match werden. Packt der Rekordmeister die erste Hürde (die Auslosung findet am Montag statt), steht Rapid fix in der Europa-League-Gruppenphase. Das würde rund drei Millionen Euro einbringen. "Das Spiel ist sehr wichtig für uns. Zu weit können wir nicht vorausplanen. Wir müssen in der aktuellen Saison geduldig bleiben. Das Transferfenster ist bis Ende Oktober offen. Da kann sich noch viel tun." 

Jugend am Werk

Bis dahin steht - wie beim violetten Erzrivalen - die Jugend hoch im Kurs. "Wir haben mit Auer, Knoflach und Schwab leider Gottes drei Spieler verloren, die zum Kern der Mannschaft gehört haben. Wir haben ins Trainingslager einige junge Spieler mitgenommen, damit sich die Trainer einen Überblick verschaffen." 

Nicht nur deshalb stapelt der 50-Jährige betont tief. "Was die Zielsetzung betrifft, muss man auf die Bremse steigen. Was die Mannschaft letzte Saison geleistet hat, war schon sehr hoch einzuordnen. Es sind viele Junge nachgerückt. Wir sind aber der Verein, den die Corona-Krise am stärksten getroffen hat, weil wir von Zuschauern leben."

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