Baron Koarl: Erste Sandleroperette über Wiener Original

Am 24. September geht die erste Sandleroperette "Baron Koarl" im Theater-Center Forum in Wien über die Bühne.
Am 24. September geht die erste Sandleroperette "Baron Koarl" im Theater-Center Forum in Wien über die Bühne.Wiener Blues
Am 24. September feiert das Musiktheater über den Favoritner Edelsandler Premiere. "Baron Koarl" erzählt Legenden und vom Leben des Wiener Originals. 

Karl Baron, von allen nur "Baron Karl" genannt, war ein Stadtstreicher und Sandler-Philosoph im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten. Das Theater-Center Forum setzt Karl, den "lieben Augustin von Favoriten“, mit der ersten Sandleroperette ein musiktheatralisches Denkmal. Premiere feiert das Stück, geschrieben und komponiert vom ehemaligen EAV-Musiker Nino Holm, am Freitag, den 24. September um 19.30 Uhr in der Porzellangasse 50 (Alsergrund). Vorstellungen gibt es bis 02. Oktober 2021 täglich außer Sonntag und Montag. Karten sind online es ab 25 Euro erhältlich.

10.000 Wiener trauerten um "Baron Karl"

Als Karl Baron 1948 bei einem Verkehrsunfall starb, trauerte ganz Wien um den stadtbekannten Obdachlosen. Über 10.000 Menschen nahmen damals an seiner Beisetzung am Zentralfriedhof teil. Heute erinnert die Die "Baron Karl Gasse“ in Favoriten an ihn. Selbst völlig mittellos, gab es für Karl Baron immer jemanden, der etwas noch dringender benötigte als er selbst. Auf seiner Geige spielte er für arme Arbeiterkinder, mit denen er seine im Hut eingesammelten Münzen teilte und wohnte in leeren Fässern, in städtischen Streusand- und Mistkisten.

Tod und Auferstehung einer Sandlerlegende

In der Operette beginnt seine Geschichte – wie viele gute Geschichten – am Ende: Baron Karl stirbt inmitten seiner Sandlerkollegen und wird zu Grabe getragen. Tausende von Menschen erleben die eindrucksvollen Gesänge der Pompfüneberer (Bestatter), als Karl sich in Richtung Himmel verabschiedet. Dort angekommen, schafft er es die zuständigen himmlischen Gremien zu überzeugen, dass sein Abgang etwas voreilig war, er noch einiges zu erledigen hätte und daher wieder auf die Erde ins irdische Dasein zurück müsse.

Damit beginnen Szenen und Geschichten aus dem bemerkenswerten Leben des Favoritner Edelsandlers, real und fiktiv, ausgedacht und überliefert, schön und schmutzig, ziemlich traurig und herzzerreißend witzig. Die Musik bewegt sich dabei zwischen heftig-deftigem Blues-Rock und volksmusikalischen Hadern, aber auch chansonhafte Balladen sowie spektakuläre synfonische Musicalklänge.

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