Bart, Tattoo, Irokese: Was Polizisten tragen dürfen

So zur Polizei? Nach den neuen Regeln nicht ganz, aber fast.
So zur Polizei? Nach den neuen Regeln nicht ganz, aber fast.Bild: Fotolia
Kurzhaarig und glattrasiert sollten Österreichs Polizisten lange Zeit sein. Das ändert sich nun mit neuen Richtlinien.

Wie das Erscheinungsbild eines Polizeibeamten in Österreich aussehen soll, legt das Innenministerium fest. Nun gibt es in der "Allgemeinen Polizeidienstrichtlinie" den neuen "Punkt 2.2.1 Erscheinungsbild", der von Schmuck bis Tattoos klärt, was Polizisten tragen dürfen – und was nicht. Wie der "Kurier" berichtet, sind die Reglementierungen äußerst detailreich.

Angefangen wird bei den Fingernägeln, die "nicht wesentlich über die Fingerkuppen hinweg ragen"dürfen. Weiter geht es bei den Haaren, konkret bei Bart und Frisur. Hier heißt es: "Die Länge der Haar- und Barttracht ist so zu wählen, dass bei aufrechter Körperhaltung die Uniform weder verdeckt noch in der Funktion beeinträchtigt und den Grundsätzen der Eigensicherung entsprochen wird. Langhaarschnitte sind zulässig, wobei die Haare gebunden zu tragen (Zopf) bzw. hochzustecken sind, um den Grundsätzen der Eigensicherung zu entsprechen."

Auch Haarefärben erlaubt

Gefärbt dürfen die Haare übrigens auch werden, allerdings nur im "Spektrum der natürlichen Haarfarben". Abrasierte Haare oder Irokesen sind zumindest theoretisch erlaubt, keinesfalls aber in auffälligen Farben. Beim Bart gibt es sogar noch mehr Freiheit, vom Vollbart bis zu Teilbärten ist alles erlaubt. Allerdings muss der Bart "gepflegt und gestutzt" gehalten werden.

Und Tattoos, Piercings und Schmuck? Dazu wird künftig die Sommeruniform mit kurzen Ärmeln herangezogen. Alles, was daraus nicht hervorragt, ist erlaubt. Am Hals oder auf den Unterarmen etwa bleiben Tätowierungen also ein Tabu. Generell verboten sind subdermale Implantete, die die Körperform verändern und Zungenspaltungen. Erlaubt sind beim sichtbaren Schmuck Uhren, und Ehe-, Partner- und Verlobungsringe.

Unterschiedliche Meinungen

Laut Bericht gehen die Meinungen über die neuen Regelungen stark auseinander. Vor allem Beamte mit vielen Dienstjahren würden sich an Bart- und Frisurfreiheiten stoßen. Bei jüngeren Polizisten oder versteckten Fahndern hingegen kämen die neuen Regulierungen gut an. (red)

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