Bub (7) getötet – Täterin (75) kannte Opfer nicht

Nach der Bluttat in Basel hat die Polizei weitere Informationen zur mutmaßlichen Täterin veröffentlicht. Ihre Schuldfähigkeit wird angezweifelt.

Die neusten Abklärungen zur Bluttat in Basel (Schweiz) ergaben, dass die mutmaßliche Täterin weder das Kind noch dessen Familie, welche aus dem Kosovo stammt, kannte. Dies teilte die Basler Staatsanwaltschaft Freitagmittag mit. "Wir wissen weiterhin noch nicht, was das Tatmotiv ist", erklärte Kriminalkommissar Peter Gill auf Anfrage von "20 Minuten".

Die Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin ergaben, dass die Frau dem 7-Jährigen mit einem Messer eine schwere Stichverletzung am Hals zugefügt hatte. Sie habe einmal zugestochen, so Gill. Passantinnen und die zufällig vorbeifahrende Lehrerin des 7-jährigen Schülers versuchten, bis zum Eintreffen der Rettungsdienste zu helfen. Doch für das Kind endete der Angriff tödlich.

Täterin verschickte SMS

Nach der Tat lief die Frau, eine 75-jährige Schweizerin, zum Schützenmattpark. Telefonisch und per SMS teilte sie Personen und Institutionen mit, dass sie ein Kind niedergestochen habe. Danach stellte sie sich der Polizei. "Wir müssen diese Personen, die sie kontaktiert hat, nun einvernehmen", so Gill.

Die Staatsanwaltschaft wird beim Zwangsmaßnahmengericht Untersuchungshaft beantragen. Aufgrund der ersten Erkenntnisse bestehen jedoch Zweifel an der Schuldfähigkeit der Beschuldigten. Sie wird deshalb psychiatrisch begutachtet.

Sonderkommission eingesetzt

Ob die Tatverdächtige bereits früher in psychiatrischer Behandlung war, ist noch nicht bekannt. "Das wird nun alles abgeklärt", sagt Gill. Eine Sonderkommission ermittle nun. Ob die Frau im Gotthelf-Quartier wohnhaft war, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft machte dazu keine Angaben.

Der genaue Tathergang ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei.

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(lha)

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