Die Energiewende im Kleinformat: Ein findiger Tüftler aus den USA hat auf seinem Hausdach einen funktionierenden Mini-Pumpspeicher gebaut. Mit einem 50-Watt-Solarpanel, einer Pumpe und einem 55-Gallonen-Wasserfass speichert er überschüssigen Sonnenstrom.
Das Prinzip ist simpel: Bei Sonnenschein pumpt das Solarpanel Wasser auf das Dach. Wird später Strom benötigt, lässt man das Wasser wieder hinablaufen und treibt damit einen Generator an.
Wie chip.de meldet, demonstriert der YouTuber namens Quint in seinem Video, wie das System LED-Lampen mit der gespeicherten Energie versorgt. Dabei zeigt er auch, welche technischen Hürden er überwinden musste.
Denn ganz einfach war der Bau nicht: Der Pumpenmotor überhitzte schnell, weshalb Quint einen selbstgebauten Wasserkühlkörper konstruieren musste. Auch ein System mit Schwimmerschalter kam zum Einsatz, um ein Überlaufen des Wasserfasses zu verhindern. Die Bauteile fertigte er mit einem 3D-Drucker.
Der Bastler warnt allerdings ausdrücklich davor, solche Experimente ohne entsprechende Vorkenntnisse durchzuführen. Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen seien bei einem derart komplexen Vorhaben unbedingt notwendig.
Eine Revolution in der Heimspeicherung dürfte das Projekt allerdings nicht auslösen. Die Gesamteffizienz des Systems kann wohl kaum mit der eines modernen Batteriespeichers mithalten. Auch Aufwand und Kosten sprechen eher gegen den DIY-Pumpspeicher. Eine spannende Spielerei für Technik-Fans ist es aber allemal.
Pumpspeicher sind im Großformat längst bewährt: Norwegen etwa erzeugt rund 90 Prozent seines Stroms aus Wasserkraft, einen erheblichen Teil davon aus Pumpspeicherkraftwerken.