Battleborn im Test: Bunter "Badass"-Baller-Spaß

Das Universum steht kurz davor, ausgeknipst zu werden und ein bunter Haufen "Badass Helden" muss es retten.
Klar, dass wir uns sofort in den knallbunten Hero-Shooter Battleborn gestürzt und durch verschiedene Comic-Welten gekämpft haben, um den letzten Stern der Galaxie vor einem mysteriösen Übel zu retten. Battleborn ist für die PlayStation 4, PC, und Xbox One erhältlich. Die Erwartungen waren groß - auch bei uns! Doch so ganz konnte das Action-Feuerwerk bei uns nicht zünden.

Die Story: Solus ist der letzte Stern im Universum. Um Solus zu schützen, gilt es viele Charakter- und Waffentypen einzusetzen: Von Cyborg-Vogelwesen über Samurai-Vampire bis hin zu Minigun-schwingenden Muskelbergen. Jeder kann sein eigenes Heldenteam auf- und ausbauen um die Gegner damit zu besiegen.

Gemeinsam leben, einsam sterben

Jeweils fünf Charaktere gehören einer bestimmten Fraktion an - Das Last Light Consortium, Die Eldrid, Die Abtrünnigen, Vereinigte Friedenshüter-Republiken oder das Jenneriten-Imperium. Neben dem actiongeladenen Story-Modus erwarten die Spieler drei kompetitive Multiplayer-Modi: Capture (Ein Eroberung-und-Kontrolle-Modus), Überfall (Mit einer kleinen Roboter-Armee zur anderen Seite der Karte marschieren) sowie Schmelze (Schergen den Metallgöttern opfern und den größten Schrotthaufen zustande bringen).

Unter ihrem Kommando müssen die Battleborn entweder gemeinsam überleben oder alleine sterben. Der Story-Modus des Spiels ist dabei wie eine TV-Serie strukturiert. Die "Staffel" wird von einem acht Episoden langen Handlungsfaden durchzogen, plus Prolog sowie einer eigenen, abgeschlossene Geschichte über den Kampf der Battleborn zur Rettung des letzten Sterns in jeder dieser Episoden. Dabei kann man solo, zu zweit im Splitscreen oder mit bis zu fünf Freunden online als Kooperation spielen. Wir haben uns im Alleingang durch die Missionen gewagt.

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Stummes Spielvergnügen

Bevor man sich in der Comic-Welt austoben und herumballern kann, muss man dem Prolog und dem musikalischen Intro lauschen. Hier erfährt man etwas über die Charakterinteraktionen und die Geschichte, doch nichts über die Aufgabe in der jeweiligen Episode. Hobby-Zocker werden somit komplett ins kalte Wasser gestoßen. Sofort ins Auge springt aber die farbenfrohe Welt, die zugegeben sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich gestaltet ist. Jedes Detail ist durchdacht und die Welten sind wunderschön animiert.

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Auch die Effekte, die im Hintergrund sichtbar sind, runden die einzelnen Szenen ideal ab. Allerdings haben die Explosionen, Flugzeuge und Co. einen spielerischen Nebeneffekt. Als Gamer lässt man sich vom Hintergrund viel zu leicht ablenken. Es fällt schwer, bei alle den vorbeifliegenden Sachen, sich auf die eingesetzte Fähigkeiten, Monster oder Sammel-Gegenstände zu konzentrieren. Besonders beim Verteidigen eines Basis-Punktes innerhalb einer Mission fällt es besonders schwer und kann für Hobby-Spieler schnell zum Scheitern der Aufgabe führen.

Wo kommen die Schüsse her?

Beim erfolgreichen Schießen auf den Gegner hört man laut und deutlich die Geräusche, doch steht man selbst unter Beschuss, nimmt man dies kaum war bzw. erkennt nicht, von wo die Schüsse kommen. Auch das Anvisieren des Feindes stellt sich als ungenau heraus und erlaubt mehr Fehler als Treffer. Dies kann an der fehlenden Koordinationsfähigkeit des Spielers liegen oder aber auch an der Reaktionszeit von Controller zur Konsole.

Besonders negativ fällt die deutsche Sprachausgabe der einzelnen Figuren auf. Insbesondere beim Springen oder Kämpfen stammeln die Helden derbe Kommentare vor sich hin, die eher nerven als helfen. Allerdings ist dies Geschmacksache und kann durch den Lautlos-Knopf auf der Fernbedienung ganz leicht beendet werden.



Quelle: YouTube

25 spielbare Charaktere

Dank der 25 verschieden Kämpfer mit unterschiedlichen Charakteren und Skills sorgt Gearbox für ein tolles Spektrum. So erhält jedes Match einen frischen und neuen Wind, der nie Langweile aufkommen lässt - Zum Beispiel der Keim Miko - eine Pilzkreatur, die für das Heilen von seinen Teamgefährten verantwortlich ist. Oder auch Montana, der als Tank mit einer Railgun in die Schlacht zieht. Für Einsteiger und Hobby-Gamer ist besonders Klonsoldat Oscar Mike geeignet. Er ist der klassische Frontalkämpfer mit Granatwerfer und dient somit als idealer Allround-Fighter.

Jeder Held verfügt über drei besondere Fähigkeiten, die innerhalb eines Matches aufgelevelt werden können. Dabei kann man die Erfahrungspunkte in offensive oder in defensive Eigenschaften investieren. Auch bei den Unterstützern kann man entscheiden, ob sie noch effizienter unterstützen sollen oder lieber vor den Gegnern geschützt werden. Erst im späteren Spielverlauf ist es dank dem Aufleveln möglich, mit noch mächtigeren Eigenschaften zu kämpfen. Somit ist mit dem Levelsystem der wiederkehrende und langfristige Spielspaß eindeutig gegeben.

Lange Spielenächte

Optisch macht Battleborn zwar einen halbwegs guten Eindruck, allerdings ist die bunte Welt keine Meisterleistung an sich. Auf großen Bildschirmen verliert der farbenfrohe Hintergrund ein wenig an Schärfe, was aber nur geringfügig ins Gewicht fällt. Dennoch überzeugt das Game mit tollen Elementen und Details.

Gearbox hat mit Battleborn erneut einen Shooter herausgebracht, der für lange Spiele-Nächte sorgen wird. Die abwechslungsreichen Helden und unterschiedlichen Charakter laden zum stundenlangen Spielespaß ein. Auch das Levelsystem sorgt dafür, dass man sich dem Spiel vollkommen hingibt und in die bunte Welt eintaucht möchte.

Dennoch fällt es Gamern, die nur ab und an zur Konsole greifen, schwer, Battleborn von Anfang an zu folgen. Das lange Intro sowie die fehlende Angabe der Hauptaufgabe (Was muss ich eigentlich tun?) verderben bereits die Vorfreude auf einen unterhaltsamen Spielnachmittag. Wer kein Durchhaltevermögen besitzt und ungeduldig ist, wird Battleborn leider gleich wieder weglegen.

Fazit: Für Profi-Gamer

Hat man es über die Anfangsschwierigkeiten allerdings hinaus geschafft, kommt die Motivation und der Wille sich durch die Welten zu kämpfen. Es passiert leicht sich in der Comic-Welt zu verlieren und mit der Zeit sieht man auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Einige Gamer erhalten dadurch den nötigen Kick, um sich voll und ganz auf die Kämpfe einzulassen. Hobby-Spieler werden durch die verwirrenden Gänge und Hintergrund-Ereignisse, wie Feuerwerke und Explosionen aber relativ schnell den Überblick verlieren. Zur deutschen Sprachausgabe gibt es allerdings nichts positives zu sagen. Bereits nach wenigen Spielminuten geht einem die Stimme so dermaßen auf die Nerven, so dass man die Lautstärke einfach herunterschraubt oder abdrehen muss.

Kurz gesagt: Hobby-Zocker, die nur am Wochenende spielen, werden mit Sicherheit schnell die Lust und Laune an Battleborn verlieren. Doch Profi-Gamer, die sich gerne Zeit für Abenteuer nehmen und sich gekonnt in einen "Badass Helden" in einer abgefahrenen Bande hineinversetzen können, werden sich erfolgreich durch die Battleborn-Welten kämpfen und gemeinsam siegen.

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