Blei stoppt Renovierung von Notre-Dame

Die Renovierungsarbeiten der bei einem Brand im April beschädigten Pariser Kathedrale müssen vorübergehend unterbrochen werden.
Die Bilder der brennenden Kathedrale Notre-Dame in Paris gingen um die Welt. Im April stand das Wahrzeichen in Flammen. Mittlerweile sind die Renovierungsarbeiten schon längst in Gange. Doch genau diese müssen nun auf unbestimmte Zeit – die Rede ist von mehreren Tagen – unterbrochen werden.

Als Grund für diese Maßnahme gibt die zuständige Präfektur eine Bleiverschmutzung an. Die Sicherheitsvorschriften für Arbeiter sei nicht in ausreichendem Maß angewendet worden, kritisierte zuvor die Arbeitsaufsichtsbehörde. Erst wenn Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Arbeiter umgesetzt werden, soll es weitergehen.



Wie die APA vermeldet, hagelt es heftige Kritik an der Stadt Paris. Durch das Feuer im April wurde eine große Menge an Blei freigesetzt, es schmolz in den lodernden Flammen. Die investigative Online-Plattform Mediapart wirft der Stadt vor erhöhte Bleiwerte im Umkreis der Kathedrale zu verschweigen.

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Diese seien höher als erlaubt. Ein Vorwurf, der von den Behörden zurückgewiesen wird. Eine Bleivergiftung kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Dazu zählen etwa Schädigungen des zentralen Nervensystems oder Nierenschäden. Sie kann aber auch zu Früh- bzw. Fehlgeburten führen. (mr)

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