Bauchstich von Bettler: Jetzt spricht das Opfer

Bild: Denise Auer

Vor einer Woche wurde Edita C. (29) am Wiener Keplerplatz von einem Bettler niedergestochen. Eine Not-OP rettete das Leben der Friseurin. In "Heute" spricht die Mutter erstmals über die Attacke und ihre Ängste.

Vor einer Woche wurde Edita C. (29) am Wiener Keplerplatz von einem Bettler niedergestochen. Eine Not-OP rettete das Leben der Friseurin. In "Heute" spricht die Mutter erstmals über die Attacke und ihre Ängste.

"Vorm Einschlafen sehe ich immer dasselbe Bild. Zuerst die Umrisse des Mannes, der mir in den Bauch gestochen hat. Dann spüre ich, wie er das Messer aus meinem Körper zieht!" Edita C. (29) ist überglücklich, dass sie die Attacke des Bettlers überlebt hat.

"Er hat mich um zwei Euro für sein krankes Kind gebeten. Ich hab in meiner Geldtasche nachgesehen, hatte aber nur Cent-Münzen. Da hab ich mit beiden Händen in den Manteltaschen gesucht", schildert die Friseurin. In diesem Moment hat der Bettler zugestochen – grundlos!

"Meine Familie hat mir Kraft gegeben"

"Um meinem Bauch wurde es warm und feucht. Mein ganzes Leben ist in zehn Sekunden an mir vorbeigezogen." Aus dem Rettungswagen sieht sie auf den Kindergarten ihrer Tochter. "Der Gedanke an Dzana und meinen Mann hat mir Kraft gegeben, das zu überstehen."

Die Angst ist noch da: "Es ist ein komisches Gefühl, ich schaue alle Leute auf der Straße genau an", so die Mutter. "Aber das wird vergehen." Bleiben wird die Erinnerung. Und auch die Narbe am Bauch wird sie ihr ganzes Leben begleiten.

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