Aus gekränkter Liebe und Eifersucht soll ein 42-jähriger Österreicher in Traismauer (Bezirk St. Pölten-Land) eine unfassbare Bluttat begangen haben.
Jahrelang war der Angeklagte mit einer 26-Jährigen zusammen, dann gingen die beiden getrennte Wege.
Die 26-Jährige kam mit einem neuen Mann (25) zusammen, was dem heute 42-Jährigen überhaupt nicht passte.
Der 42-Jährige hatte noch einen alten Schlüssel, verschaffte sich so am 10. Jänner Zutritt zur Wohnung seiner 26-jährigen Ex-Freundin in Traismauer.
Mit einem mitgebrachten Messer soll er dann sofort auf die neue Liebe der Frau losgestürmt sein. Die 26-Jährige brachte sich in Sicherheit, wählte den Notruf. Mehrmals soll der 42-Jährige die Messerklinge dem verhassten Rivalen in den Bauch gerammt haben. Im Todeskampf erlitt aber auch der 42-Jährige Schnittverletzungen.
Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte zum Tatort nach Traismauer und fand zwei Verletzte vor. Der 25-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 2 ins Universtitätsklinikum Sankt Pölten geflogen. Der 42-jährige Angreifer kam mit Schnittverletzungen per Rettung ins Kremser Landeskrankenhaus. Es wurde zudem die Festnahme ausgesprochen.
"Es grenzt an ein Wunder, dass der Mann überlebt hat", sagte die Staatsanwältin beim Prozess am Dienstag wegen Mordversuchs in St. Pölten laut "Kurier". "Ich war eifersüchtig", gab der Angeklagte vor Gericht zu Protokoll. Bedrohliche Nachrichten an die Ex ließen bereits auf ein schlimmes Ende hindeuten: "Irgendwann wirst du dir wünschen, mich nie kennengelernt zu haben."
Das Urteil: 17 Jahre Haft, nicht rechtskräftig. Zudem muss der 42-Jährige dem Opfer 20.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.