Bauernproteste gegen Handelskette in St. Pölten

"Bauernaufstand" in allen Bundesländern, auch in St. Pölten: Rund 3.300 Landwirte blockierten die Zentrallager eines Handelskonzerns, fordern ein Umdenken bei der Preispolitik.

Zahlreiche Traktoren fuhren am Mittwochvormittag auf der B20 Richtung St. Pölten, um 9 Uhr versammelten sich Hunderte Bauern samt NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek und Ö-Präsident Georg Strasser vor dem Zentrallager eines Handelsriesen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

"Es geht nicht darum, dass Lebensmittel teurer werden, sondern dass der Betrieb seine Margen an die Bauern und Verarbeiter weitergibt", so Georg Strasser. Strasser fordert ein Umdenken bei der Einkaufs- und Preispolitik der Handelsketten.

Handelsbashing-Aussage

Ursache der Aufregung sind Aussagen von Spar-Chef Gerhard Drexel zu den Lebensmittelpreisen in der letzten Woche: Dabei übte der Spar-Chef Kritik an einem Handelsbashing durch Agrar-Funktionäre. Im Vergleich zu den Preisen am Weltmarkt würden heimische Lebensmittelhändler deutlich mehr für Agrarprodukte zahlen.

Die lokalen Bauernbundorganisationen übergaben heute eine Forderungsliste an die Lebensmittelkette. Der Konzern lässt sich aber nicht einschüchtern, will mit den Bauern weiter im Gespräch bleiben, die Preisdiskussionen aber mit den Erzeugerorganisationen und Lebensmittelproduzenten führen. "Wir verhandeln die Milchpreise mit den Molkereien", so eine Sparsprecherin.

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