Bauherr (51) betrog drei Familien um ein Vermögen

Bauunternehmer (li.) mit Anwältin Astrid Wagner
Bauunternehmer (li.) mit Anwältin Astrid WagnerLenger
Den Traum vom Eigenheim hatten drei Familien aus NÖ, zahlten fast 197.000 € an und erhielten nur leere Versprechungen. Der Bauherr musste vor Gericht.

Wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges musste ein 51-Jähriger am gestrigen Dienstag in Wiener Neustadt auf die Anklagebank.

Der fünffach vorbestrafte Kärntner hatte in Ungarn ein Bauunternehmen gegründet und bot in der Folge günstige Fertigteilhäuser an.

197.000 Euro Schaden

Familie L. gab dem Bauherrn 61.000 € und bekam nur hohle Phrasen. Der Vater wandte sich an ATV, schließlich war klar: Drei Familien hatten dem Kärntner insgesamt knapp 197.000 Euro (Fam L. aus dem Bezirk Gänserndorf 61.000 Euro, Fam. S. aus dem Bezirk Mödling 55.000 Euro und Frau G. aus dem Waldviertel über 80.000 Euro) gegeben und dafür gar nichts bekommen.

Der Angeklagte sprach bei der polizeilichen Einvernahme und vor Gericht von falsch gelieferten Bauteilen und außerhalb seiner Sphäre liegenden Problemen.

"Schlechter Geschäftsmann"

„Er ist ein ganz schlechter, tollpatschiger Geschäftsmann, aber kein schlechter Mensch. Er hat zum Beispiel sechs Streunerhunde vor dem sicheren Tod gerettet“, meinte seine Anwältin Astrid Wagner.

Da nicht alle Buchhaltungsunterlagen vor Gericht waren, wurde die Verhandlung auf Anfang Februar vertagt. Dem Angeklagten drohen 4,5 Jahre Haft (Anm.: bis zu drei Jahre Haft wegen Betruges plus die Hälfte der maximalen Strafhöhe für den schnellen Rückfall), es gilt die Unschuldsvermutung.

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