Baumarktkette erhält bis zu 95 Millionen Euro

Bild: Ronald Zak (dapd)

Die angeschlagene heimische Baumarkt-Kette bauMax scheint gerettet. Einzig eine Tiroler Bank legt sich noch gegen das Sanierungskonzept quer. Dieses sieht in Summe frische Kredite und Zuschüsse seitens der Gründerfamilie Essl über 95 Millionen  vor.

Während die 66 Österreich-Filialen Gewinne einfahren, drohte zuletzt das Osteuropa-Geschäft bauMax in den Ruin zu treiben. Allein 2011 betrug der Nettoverlust 57,2 Millionen . Doch nun dürfte das auf 3 Jahre ausgelegte Rettungspaket stehen. Dem Vernehmen nach haben – mit einer Ausnahme – alle Kreditgeber zugestimmt, weitere 70 bis 80 Millionen  zuzuschießen.

Gleichzeitig wird die Rückzahlung bestehender Darlehen auf drei Jahre ausgesetzt. Die Gründerfamilie Essl, die schon im Vorjahr 40 Millionen  in Cash und Immobilien im Wert von 600 Millionen  ins Unternehmen einbrachte, steuert erneut 10 bis 15 Millionen  bei.

Umfangreichere Schließungspläne scheint es hingegen nicht zu geben. Nur in Südosteuropa werden, so wird gemunkelt, 3 bis 4 der insgesamt 93 Märkte dem Rotstift zum Opfer fallen. Insgesamt soll das Sortiment attraktiver gemacht und in den kommenden Jahren ein strategischer Partner gesucht werden.

Wolfgang Bartosch

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