Baumeister soll 22 Kunden getäuscht haben

Prozess in Wiener Neustadt.
Prozess in Wiener Neustadt.Bild: Fritz Schaler (Symbol)
Ein Baumeister soll sich zu Unrecht als "gerichtlich beeideter Bau-Sachverständiger ausgegeben haben, musste jetzt in Wr. Neustadt vor Gericht.

Nach jahrelanger Ermittlungsarbeit wurden einem Baumeister und einem Unternehmer (Zweitangeklagter) in Wr. Neustadt der Prozess gemacht. Die Anklage: Teils versuchter, teils vollendeter gewerbsmäßiger schwerer Betrug.

Der Baumeister, Elektriker und Maurer (Konkurs 2016) soll laut Anklage als beeideter Sachverständiger 22 Kunden in Summe 115.600 Euro verrechnet haben - obwohl er kein beeideter Sachverständiger war und ist.

Freispruch

„Ich habe das auch nie behauptet, ein beeideter zertifizierter Sachverständiger zu sein, wurde nur einmal danach gefragt und da habe ich verneint." Laut Staatsanwaltschaft soll der Sachverständige auf seinen Visitenkarten und am Briefpapier ein Logo verwendet haben, welches jenem eines gerichtlich beeideten Sachverständigen sehr nahe kommt.

Am heutigen Montag wurde der Prozess von Anfang September fortgesetzt. Rechtsanwalt Alexander Philipp war von Anfang an überzeugt: „Keine Täuschungsabsicht, keine Bereicherungsabsicht. Das ist maximal eine Zivilrechtssache, aber sicherlich kein Strafverfahren." Am Montagnachmittag durfte der Baumeister auf der Anklagebank durchatmen: Er wurde freigesprochen. Auch der Zweitangeklagte wurde freigesprochen.

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