Baumwanzen machen Haus fast unbewohnbar

Diese Plage hat fast biblische Ausmaße: Am Haus der 60-jährigen Patricia S. im Prater tummeln sich tagtäglich Hunderte Baumwanzen. Gifteinsatz ist untersagt, die Besitzerin am Verzweifeln.
Leopoldstadt, in der Gärtnergasse beim Unteren Prater: An sich ein idyllisches Plätzchen – ausgenommen jene Parzelle, auf der die Pensionistin Patricia S. wohnt. Pünktlich mit Herbstbeginn und den damit verbundenen kühlen Nächten besiedeln Hunderte Baumwanzen die Wände ihres Hauses.

Grund für die Invasion



"Diese Viecher kommen durch den kleinsten Spalt ins Haus hinein. Wenn eine Tür kurz offen steht, sind gleich zwei Dutzend von denen herinnen."

Vermutlicher Grund: Bei dem Neubau mussten die Wände thermisch isoliert werden. In der Sonne wärmt sich der Verputz stark auf, und das gefällt den Baumwanzen.

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Gestank unerträglich



Längst hat Patricia S. alle Fensterdichtungen mit einem gelben Klebeband abgedichtet. In dem von Wanzen "besetzten" Haus lebt auch die 25-jährige Tochter der Frau, deren Sehkraft eingeschränkt ist.

Die Mutter: "Sie muss in dem Gestank schlafen." Denn werden die Kästen der Rollläden bewegt, werden die Insekten erdrückt – sie beginnen zu stinken. Die MA42 hat Patricia S. verboten, Giftmittel gegen die Plage einzusetzen. Zu "Heute" sagt sie: "Helfen Sie mir! Das hier ist kein Leben mehr!"

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