Musiala wird eine große Zukunft vorausgesagt – im deutschen Teamdress und bei den Bayern. Doch "Sky"-Experte Hamann sieht den talentierten 21-Jährigen nicht so positiv, wie der Ex-Teamspieler in seiner Kolumne festhielt. Konkret geht es um einen Ballverlust Musialas im Länderspiel gegen die Niederlande, der letztendlich zum 2:2-Endstand durch Denzel Dumfries führte.
"Musiala ist eher ein Einzelspieler und oft ein Alleinunterhalter. Wenn er zehnmal den Ball bekommt, nimmt er neunmal den Kopf runter und fängt an zu dribbeln", meinte Hamann, ergänzte dann: "Wenn ich aus Bayern-Sicht Wirtz und Musiala tauschen könnte, würde ich es gleich morgen tun."
Aussagen, die bei Bayern-Sportdirektor Christoph Freund nicht gut ankamen. Der Salzburger zeigte wenig Verständnis für die Hamann-Kritik: "Deutschland kann froh sein, dass er da ist. Warum er dann kritisiert wird, wer so eine Meinung hat – das ist schon ein bisschen absurd, weit hergeholt. In anderen Ländern werden solche Spieler hochgelobt und man ist dankbar."
Stattdessen strich Freund die Qualitäten des Offensivmannes hervor. "Er ist ein Weltklasse-Spieler, ein außergewöhnlicher Spieler. Wegen ihm gehen die Leute ins Stadion, wegen der Art und Weise, wie er spielt. Er kann Spiele entscheiden, er ist ein Teamplayer. Er kann einer der besten Spieler der Welt werden", lobte der Sportdirektor. Und prophezeite: "Er wird das nächste Jahrzehnt prägen. Für Deutschland und für Bayern München."
Deshalb sei auch klar, dass Musiala seinen noch zwei Jahre laufenden Vertrag verlängern solle. "Wir sind immer im Austausch, natürlich wollen wir verlängern, dass Jamal ganz lange bei Bayern spielt. Es gibt Gespräche, wir sind positiv, dass wir die zu einem Abschluss bringen können."