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Bayern-Coach Flick: Diese Rede klingt nach Abschied

Hansi Flick schied am Dienstag mit den Bayern aus der Champions League aus. Dann kam eine Rede, die für viele schon nach Abschied klang.
Sebastian Klein
14.04.2021, 07:50

Traum geplatzt! Paris Saint-Germain revanchierte sich im Viertelfinale am FC Bayern für die Finalniederlage 2020, warf den Titelverteidiger aus der Champions League. Die Franzosen verloren das Rückspiel gegen ÖFB-Star David Alaba und Co. am Dienstag zwar mit 0:1, stiegen aber aufgrund des 3:2 im Hinspiel durch die Auswärtstorregel auf.

Es war daher nicht weiter erstaunlich, dass Trainer Hansi Flick auf der anschließenden Pressekonferenz nicht sonderlich gut gelaunt war. Bemerkenswert war jedoch, dass er die Frage nach seiner Zukunft nicht wie üblich überging, sondern in einem langen Monolog beantwortete. Flick ließ sich erstmals in die Karten schauen. Bayern-Fans machen sich Sorgen, dass er den Verein im Sommer verlassen könnte, um deutscher Bundestrainer zu werden.

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Jogi Löw hat seinen Rücktritt nach der EURO bereits angekündigt. Flick, sein ehemaliger Co-Trainer (Weltmeister 2014), gilt als Top-Kandidat auf seine Nachfolge.

Flick kryptisch über Wechsel

Nach dem Match sagte Flick: "Ob ich vielleicht beim DFB wäre und dort einen anderen Rhythmus hätte, ist für sie vollkommen egal." Der 56-Jährige wurde nachdenklich: "Man muss auch mal respektieren, wenn ein Trainer sagt: 'Ich habe jetzt keine Lust mehr, über dieses Thema zu sprechen'. Letztendlich sind die Dinge klar. Ich habe einen Vertrag bei Bayern München. Man macht sich immer Gedanken, was passiert, wie es weitergeht. Ob es hier wunderbar läuft oder was auch immer. Man macht sich immer Gedanken."

Flick weiter: "Für jeden Trainer, der in solchen Positionen ist - ob es Trainer oder Manager ist - geht es darum, wie man die Mannschaft und den Verein weiterentwickeln kann. Das ist ein ganz normaler Prozess. Den muss jeder mit sich selbst ausmachen. Das sind Dinge, die mir immer sehr wichtig sind. Wo geht es hin? Wie geht es weiter? Darüber mache ich mir immer Gedanken."

Inwiefern er diese Entwicklung nach sechs Titeln noch für möglich hält, könnte in seiner Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Die Beziehung zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic gilt als sehr angespannt. Zuletzt waren die beiden beispielsweise in der Causa Jerome Boateng gespalten. Flick wollte mit seinem Stammverteidiger weiterarbeiten. Salihamidzic hat entschieden, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Flick über den DFB

Jetzt gibt es den Lockruf des deutschen Verbandes: "Egal, was ich machen würde, meine Familie würde mich immer unterstützen und hinter mir stehen. Ob ich vielleicht beim DFB wäre und dort einen anderen Rhythmus hätte, ist für sie vollkommen egal. Entscheidend ist für sie, dass der Job mir Spaß macht. Das wünscht sich meine Familie. Egal, wie meine Entscheidung fallen wird. Sie wird komplett hinter mir stehen. Das ist ein gutes Gefühl."

Flick schwärmte über seinen Job als Trainer, der nicht zwangsläufig an seinen Klub gebunden ist: "Der Job macht mir sehr viel Spaß. Ich hänge an dem Trainerjob, weil ich natürlich auch schon viele Dinge in meinem Leben gemacht habe. Ich kann mir nichts anderes vorstellen als den Trainerjob. Dass man in der Position ist, in der ich bin, ist schön. Es ist eine Situation, die sehr viel Freude macht. Man hat natürlich einen enormen Druck. Ich bin das von meiner Karriere als Spieler bei Bayern München gewohnt, dass man Erfolgsdruck hat. Auch beim DFB oder bei Bayern jetzt als Trainer. Das ist eine ganz normale Sache eines Trainers. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß."

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