16 Treffer in drei Partien!
Einiges los bei den Achtelfinal-Hinspielen in der Champions League. Die Bayern feiern einen ungefährdeten 6:1-Auswärtssieg in Bergamo bei Atalanta. In einem wilden Spiel setzt sich Atletico Madrid mit 5:2 gegen Tottenham Hotspur durch. Newcastle und Barcelona trennen sich nach späten Treffern mit 1:1-Unentschieden.
Der FC Bayern ist wie im Rausch über den Dortmund-Schreck Atalanta Bergamo hinweggefegt und darf nach einer herausragenden Leistung für das Viertelfinale der Champions League planen. Die eiskalten und jederzeit torhungrigen Münchner siegten im Achtelfinal-Hinspiel auswärts 6:1 (3:0) und positionierten sich damit als ernsthafter Anwärter für die Krone im europäischen Vereinsfußball. Das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche ist nur noch Formsache. Im Viertelfinale käme es zum Duell mit Real Madrid oder Manchester City.
Fürchten müssen die Bayern nach einer eindrucksvollen Vorstellung aber keinen Gegner. Gegen die heißblütigen Italiener behielten die Bayern auch ohne Harry Kane und Manuel Neuer einen kühlen Kopf, sie nutzten Atalantas Schwächen eiskalt und maximal effizient aus. Kane konnte von der Bank aus in aller Ruhe mitansehen, wie Josip Stanisic (12.), der überragende Michael Olise (21.) und Serge Gnabry (25.) früh für klare Verhältnisse sorgten. Kanes Stellvertreter Nicolas Jackson (53.), erneut Olise (64.) und Jamal Musiala (67.) legten nach der Pause nach. Kurz vor dem Abpfiff traf Mario Pasalic für Bergamo (90.+3).
Hansi Flick ist mit dem FC Barcelona im Champions-League-Achtelfinale unerwartet unter Druck geraten. Der spanische Meister erreichte im Hinspiel bei Newcastle United am Dienstag nur dank eines späten Foulelfmeters von Lamine Yamal (90.+6) ein 1:1 (0:0). Nationalspieler Malick Thiaw hatte Dani Olmo zu Fall gebracht. Nationalstürmer Nick Woltemade saß bei Newcastle 90 Minuten lang auf der Bank.
United war zwar die bessere Mannschaft, wurde aber zu selten wirklich gefährlich. Harvey Barnes (87.) gelang aber doch der späte Treffer - für den Sieg reichte es nicht. Barcelona ging im St. James' Park nicht das letzte Risiko, sondern will die Dinge im Rückspiel am 18. März (Mittwoch) zu Hause regeln.
Wesentlich ereignisreicher und kurioser ging es im Parallelspiel zu. Tottenham Hotspur wechselte beim 2:5 (1:4) bei Atlético Madrid seinen Torhüter-Debütanten Antonin Kinsky nach 17 verheerenden Minuten aus. Der Tscheche war vor dem 1:0 für die Spanier durch Marcos Llorente (6.) mit Ball am Fuß weggerutscht, vor dem 2:0 durch Antoine Griezmann (14.) rutschte dann Micky van de Ven aus.
Nur 30 Sekunden später unterlief Kinsky erneut ein fataler Patzer, er trat bei einem Passversuch neben den Ball. Julian Alvarez schob ein (15.). Teammanager Igor Tudor beendete Kinskys Champions-League-Debüt danach umgehend, er brachte Guglielmo Vicario, den er wegen schwacher Leistungen eigentlich aus dem Tor genommen hatte. Vicario kassierte nur fünf Minuten später den vierten Treffer durch Robin Le Normand (22.).
Das erste Spurs-Tor von Pedro Porro (26.) konterte erneut Alvarez (56.). Der Treffer von Dominic Solanke (76.) lässt den Spurs eine Minimalchance fürs Rückspiel.