Fussball

Bayern holt Spieler, der für Hoeneß ein "Söldner" war

Bayern München schlägt spät am Transfermarkt zu. Unter den Neuzugängen ist ein Spieler mit brisanter Vergangenheit in München. 
Martin Huber
05.10.2020, 08:43

4:3 gewannen die Bayern am Sonntag gegen Hertha BSC, vier Mal traf Robert Lewandowski. Damit wendeten die Bayern nach der Niederlage gegen Hoffenheim einen Fehlstart in der Bundesliga ab

Drei Transfers in den letzten Tagen des offenen Transferfensters sind ungewöhnlich für die Bayern. Ein Rechtsverteidiger, ein Mittelfeldspieler, ein Offensivprofi – die Wunschliste von Trainer Hans-Dieter Hansi Flick hat der deutsche Fußball-Rekordmeister abgearbeitet.

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Der Klub gab am Sonntag die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Marc Roca bestätigt. "Er passt fußballerisch und charakterlich hervorragend in unsere Mannschaft und wird sich bei uns weiterentwickeln. Wir sind uns sicher, dass er unserem Team einen großen Mehrwert geben wird", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic über den "Sechser". Roca bezeichnete den Klub als "besten Verein der Welt."

Ein Ersatz für Lewandowski

Neben Roca kommt wohl auch auch Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting nach München. Der gebürtige Hamburger spielte zuletzt für Paris St. Germain, der 31-Jährige soll Back-up für Torgarant Lewandowski sein und wechselt ablösefrei.

Zudem hat sich der Klub mit Marseille auf einen Wechsel des 28-jährigen Rechtsverteidigers Bouna Sarr geeinigt. Er hatte in einem Testspiel gegen die Bayern vor einigen Wochen überzeugt, spielt seit fünf Jahren für Marseille und kostet rund zehn Millionen Euro.

Die Rückkehr von Costa

Offensivtalent Callum Hudson-Odoi von Chelsea, an dem die Bayern immer wieder interessiert sind, wird nicht nach München wechseln. Dafür kehrt Douglas Costa zurück. Der brasilianische Offensivprofi spielte von 2015 bis 2017 für die Bayern, steht bei Juventus Turin unter Vertrag. Die Rückkehr des 30-Jährigen ist erstaunlich, weil Costa im Klub damals charakterliche Schwächen nachgesagt wurden.

Der damalige Präsident Uli Hoeneß, heute Ehrenvorsitzender des Vereins und weiterhin wichtiger Ratgeber, sagte damals: "Wir werden so lange basteln, bis wir wieder die richtigen Spieler haben. Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat."