Im Münchner Mittelfeld herrscht dichtes Gedränge: Joshua Kimmich, der wieder von der Rechtsverteidiger-Position zurück in die Zentrale beordert wurde, ÖFB-Ass Konrad Laimer, Talent Aleksandar Pavlovic, Neuzugang Joao Palhinha – da scheint Goretzka nun auf der Strecke zu bleiben.
Zumindest schaffte es der deutsche Teamspieler nicht in den Matchkader für den Saisonauftakt in der ersten DFB-Pokalrunde am Freitagabend gegen Ulm (4:0). Der neue Bayern-Coach Vincent Kompany verzichtete auf den 29-Jährigen. Ein deutlicher Fingerzeig des Trainers.
Das untermauerte auch Bayerns Sportvorstand Max Eberl im "ZDF". "Wir sprechen mit Spielern ganz offen, wir tun das nicht in der Öffentlichkeit. Wir sprechen hinter den Kulissen, reden ganz offen über Chancen. Wir haben einen sehr, sehr guten Kader, wir haben im Mittelfeld nochmal nachgelegt, Kimmich kommt ins Mittelfeld zurück. Und Spieler wissen, wenn ihre Situation schwierig sein kann. Das haben wir klar kommuniziert. Öffentlich ist es ein Thema, intern ist es aber geklärt", so Eberl.
Bisher hat sich Goretzka, dessen Vertrag bei den Münchnern noch bis 2026 läuft, aber geweigert, den Verein zu verlassen. "Er hat einen Vertrag. Bayern München respektiert alle Verträge. Dass man sagen kann, wie sportliche Perspektiven aussehen, ist völlig normal", erklärte Eberl weiter.
"Sky" vermeldete derweil, dass die Münchner Goretzka mittlerweile mitgeteilt haben, dass dieser den Verein verlassen darf. Atletico Madrid gilt als interessiert. Außerdem wurde zuletzt auch Napoli ins Spiel gebracht.
Goretzka kam 2018 zu den Münchnern, bestritt bisher 221 Pflichtspiele für den deutschen Spitzenklub.