430 Pflichtspiele bestritt der Torjäger für seinen Ex-Klub Tottenham Hotspur, erzielte 278 Treffer. Und wagte nun den Sprung nach München. Für Kane blätterte Deutschlands Serienmeister eine fixe Ablösesumme von 100 Millionen Euro auf den Tisch, die durch Bonuszahlungen sogar noch anwachsen kann.
Aktuell weilt der 30-Jährige im Kreis der englischen Nationalmannschaft, die er als Kapitän anführt. In einer Medienrunde wurde Kane nun über seine ersten Wochen bei den Bayern befragt. Und sprach brutal ehrlich die typische Mentalität des deutschen Serienmeisters an.
Kane gab zu, zuletzt durchaus neidisch zu Manchester City geblickt zu haben. "Wenn die im Champions-League-Finale spielen und ich zu Hause sitze und zuschaue, würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht weh tut", erklärte der 30-Jährige seinen Wechsel mit dem nach wie vor vorhandenen Titelhunger. Der Star-Stürmer hat nach wie vor in seiner Karriere keine einzige Trophäe gewonnen.
Mit der Chance auf Titel kommt aber auch ein ganz besonderer Druck. Denn die Bayern sind nahezu dazu verdammt, erfolgreich zu sein. Das gilt auch für Kane als nunmehriges Aushängeschild. "Es ist definitiv ein anderer Druck als der, den ich bei den Spurs gespürt habe. Natürlich wollten auch wir alles gewinnen, aber wenn man ein paar Spiele nicht gewonnen hat, war das keine Katastrophe. Bei den Bayern hat man das Gefühl, man muss jedes Spiel gewinnen", führte der 30-Jährige aus.
Und nannte daraufhin gleich ein Beispiel. "Wir haben die ersten beiden Spiele mit 4:0 und 3:1 gewonnen. Und trotzdem wurde immernoch darüber gesprochen, dass man mit unserer Spielweise nicht zufrieden war", erklärte Kane, der hofft, die "Erfahrungen aus Titelkämpfen" mitnehmen zu können, um "mit dem Druck in bestimmten Situationen in England umzugehen. Und damit müssen wir umgehen, wenn wir Titel gewinnen wollen", so Kane.