Bayern verlegt wegen Corona die Ferien nach vorn

Markus Söder
Markus SöderPicturedesk
Bayrische Schüler werden sich freuen, Eltern wohl weniger: Das Land zieht die Weihnachtsferien um fünf Tage vor. So will man Weihnachten retten.

"Das Infektionsrisiko wird durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten erheblich gesenkt, damit Familien gesund und unbeschwerter feiern können", begründete Ministerpräsident Markus Söder die Entscheidung. Bleiben Kinder zu Hause, verringert sich deren Infektionsrisiko und damit die Gefahr der Ansteckungen bei Familienfeiern, so sein Argument.

Kritik kommt aber nicht nur von Eltern, die wegen der Corona-Pandemie heuer bereits zahlreiche Urlaubstage opfern mussten, um ihre Kinder zu betreuen bzw. Kinder und Homeoffice unter einen Hut bringen müssen. Auch der deutsche Lehrerverband kritisierte, dass diese Zeit nun fehlt, um Stoff, der für Prüfungen gebraucht wird, zu vermitteln und zu üben. 

Strengere Maßnahmen ab Dienstag

Gleichzeitig einigten sich die deutschen Bundesländer am Dienstag auf strengere Maßnahmen, die am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel abgesegnet werden sollen. Dazu gehören:

Verlängerung: Der Teil-Lockdown soll bis 20. Dezember verlängert werden. Ab dann werden die Kontaktbeschränkungen bis 1. Jänner gelockert.

Weihnachten: Von 21. Dezember bis Neujahr darf sich ein Haushalt nur mit bis zu zehn haushaltsfremden Menschen treffen, Kinder bis 14 ausgenommen.

Selbstquarantäne: Die Bevölkerung wird aufgerufen, sich vor Weihnachtsbesuchen mehrere Tage lang zu isolieren.

Maskenpflicht: Diese soll auf Arbeitsplätze ausgeweitet werden, wo die Einhaltung eines 1,5-Meter-Abstands nicht möglich ist

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