Nach dem Rauswurf von Hansi Flick wurde in den letzten Tagen heftig spekuliert, Louis van Gaal, Felix Magath, Stefan Kuntz oder Oliver Glasner als mögliche Nachfolger gehandelt. Allerdings entschied sich Deutschlands Fußballverband für den im März bei Bayern München beurlaubten Julian Nagelsmann. Die Bekanntgabe erfolgt am Freitag um 12 Uhr, nachdem das Engagement des 36-Jährigen von den DFB-Gremien abgesegnet wird.
Nagelsmann soll nur einen bis zur Europameisterschaft 2024 im eigenen Land laufenden Vertrag unterschreiben.
Um das Teamchef-Engagement des 36-Jährigen zu ermöglichen, hilft Deutschlands Serienmeister Bayern München dem DFB gleich doppelt – und das nicht ganz uneigennützig. Bereits bekannt war, dass die Münchner auf eine Ablösezahlung für Nagelsmann verzichten werden. Da der Vertrag des deutschen Trainers noch bis 2026 laufen würde, könnte Bayern eigentlich eine Ablöse verlangen. Nun berichtet die deutsche "Bild", dass Deutschlands Titelträger sogar noch Geld in die Hand nimmt, um Nagelsmann zum deutschen Teamchef zu machen.
Konkret geht es um das Gehalt des Star-Trainers, das mit kolportiert 400.000 Euro pro Monat, also 3,6 Millionen Euro für den neun Monate laufenden Vertrag, deutlich unter Nagelsmanns Bezügen bei den Bayern (aktuell 5,5 Millionen Euro) liegen soll. Deshalb habe der Bayern-Vorstand Jan-Christian Dreesen mit dem DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf und dessen Vize Hans-Joachim Watzke vereinbart, dass Nagelsmann eine Abfertigungszahlung in der Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro erhalten soll. So soll die Gehaltslücke des Deutschen geschlossen werden.
Allerdings haben auch die Bayern etwas davon. Durch den Nagelsmann-Wechsel zum DFB und die nun geplante Abfertigung würde der 36-Jährige endgültig von der Gehaltsliste fallen. Im schlimmsten Fall würde der Vertrag des talentierten Trainers noch bis 2026 weiterlaufen, müssten die Münchner auch bis dahin das Gehalt weiter zahlen.