Einen Strand mit Tausenden von Badenden zu überwachen und Menschen, die zu ertrinken drohen, rechtzeitig zu Hilfe zu eilen, ist alles andere als einfach. Deshalb haben die Behörden an der spanischen Ferienküste bei Valencia seit einigen Jahren begonnen, zur Überwachung Drohnen einzusetzen.
Diese können auch zu den Personen in Not fliegen und dort eine Schwimmhilfe abwerfen, die ihnen bis zum Eintreffen einer Rettungscrew den notwendigen Auftrieb gibt.
Genau so konnte dieser Tage ein 14 Jahre alter Schwimmer gerettet werden, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet. Der Jugendliche war bei einer kräftigen Dünung in Not geraten und ging immer wieder unter.
"Als wir ankamen, sahen wir den Jungen und bemerkten rasch, dass er kaum noch Energie hatte, um sich über Wasser zu halten, also schickten wir eine Drohne mit einer Schwimmweste rüber", berichtet Miguel Angel Pedrero, der für die beauftragte Firma General Drones die Fluggeräte einsetzt.
"Wegen der hohen Wellen war es ein kompliziertes Unterfangen, aber schließlich konnten wir ihm die Schwimmhilfe geben und er hielt sich daran fest, bis die Rettungsschwimmer ihn mit dem Jetski erreichten."
Laut Pedrero können solche Extra-Sekunden lebensrettend sein und es auch den Bademeistern erlauben, in solchen Situationen wenig überhastet und vorsichtiger vorzugehen.
Solche Drohnen werden seit 2017 an spanischen Stränden eingesetzt. Die erste Gemeinde war Sagunto nördlich von Valencia, mittlerweile fliegen 30 pilotierte Drohnen an 22 Stränden in ganz Spanien. Laut der Königlich-Spanischen Rettungsgesellschaft ertranken in den ersten sechs Monaten 2022 in Spanien 140 Personen, was eine Zunahme von 55 Prozent zum Vorjahr bedeutet.