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BDSM-Spiel eskaliert: Mann zum 14. Mal vor Gericht

Ein 29-Jähriger wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Unter anderem wegen Vergewaltigung. Er stand bereits zum 14. Mal vor Gericht.
Carolin Rothmüller
10.03.2023, 11:41
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Bereits im September 2019 geriet das Liebesspiel einer Studentin und eines Manns aus Sri Lanka völlig aus dem Ruder. Die junge Frau hatte die Augen verbunden und die Hände gefesselt, als der damals 25-Jährige sie zum Oralverkehr zwang. Zudem schlug er sie mit einem Gürtel und beleidigte sie.

Mit Messer bedroht

Darüber hinaus fotografierte der Täter sein Opfer und schickte das Nacktfoto an einen Freund, bevor er wieder zuschlug, wie "La Liberté" berichtet. Er zückte ein Messer und bedrohte die junge Frau, indem er mit der Klinge über ihren Körper und ihre Intimzonen fuhr. Als sie den Analsex verweigerte, packte er sie am Kiefer und sagte, es gefalle ihm, die Angst in ihren Augen zu sehen. Die Studentin verlangte daraufhin, dass er weniger hart zuschlage. Er antwortete nur: Je mehr sie schreie, desto härter werde er sie schlagen.

Kein Stoppwort vereinbart

Nun musste sich der Täter vor einem Gericht in der Schweiz verantworten. Dort erklärte er, der Fehler sei gewesen, dass er und seine Partnerin vor dem BDSM-Spiel kein klares Stoppwort vereinbart hatten. "Es war ein Spiel der Unterwerfung. Ich war der Meister und dominierte sie. Ich tat das, was man mir aufgetragen hatte", sagte er. Er habe erst später im Gespräch mit einer Polizistin gemerkt, dass das Spiel zu weit gegangen sei.

„"Er war extrem gewalttätig und hörte mir nicht zu. Ich versuchte, mich mit meinen Händen vor den Schlägen zu schützen. Körperlich war ich noch im Raum, aber ich war nicht mehr da." - Aussage des Opfers vor Gericht“

Auch zwei weitere Frauen hatten den Täter angezeigt. Bei der ersten handelte es sich um seine Ex-Freundin, die ihm vorwarf, sexuelle Praktiken mit ihr ausgeübt zu haben, während sie schlief. Als sie aufgewacht sei, habe er trotz klarem "Nein" nicht aufgehört. Die zweite Frau war eine ehemalige Freundin des Angeklagten. Sie klagte ihn an, weil er sie körperlich angegriffen und beleidigt hatte. Beide Frauen ließen ihre Anzeigen fallen, die Taten werden dennoch weiter verfolgt.

Bereits zum 14. Mal verurteilt

Der Sri Lanker wurde neben anderen Straftaten auch wegen Vergewaltigung verurteilt und muss nun dreieinhalb Jahre Gefängnis ohne Bewährung absitzen. Nach seiner Haftstrafe wird er aus der Schweiz ausgewiesen. Er wurde in der Vergangenheit bereits 13 Mal wegen verschiedener Taten verurteilt, davon sieben Mal vom Jugendgericht wegen teilweise schwerer Straftaten.

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