Beamte: Teure Überstunden!

Wer glaubt, dass die Bediensteten der Landeshauptstadt lediglich Dienst nach Vorschrift machen, täuscht sich. Insgesamt 64.000 Stunden leisteten die Magistratler im vergangenen Jahr extra. Die Steuerzahler kostet das satte 1,37 Millionen Euro. Für Personalstadtrat Johann Mayr (SPÖ) sind diese Ausgaben berechtigt.
Vor allem der Einsatz der Mitarbeiter im Winterdienst und die Anwesenheit von Hauswarten bei Abendveranstaltungen in den Volkshäusern sind laut Mayr für die kostenintensiven Plusstunden verantwortlich. Insgesamt sind aber lediglich zwei Prozent der Gesamtarbeitszeit Überstunden. Das ist im Vergleich nicht viel, relativiert der Personalverantwortliche. Zum Vergleich: Die Stadt Salzburg lässt pro Jahr 75.000 Plusstunden schieben, Kosten: 2,1 Millionen.

Wäre es aber nicht besser, anstatt Mehrarbeit zu zahlen neue Jobs zu schaffen? Beim Winterdienst ist das schwierig. Wir können nicht für Tage mit viel Schneefall Leute einstellen, die dann den Rest des Jahres keine Arbeit haben. Generell sei Unterbesetzung in den städtischen Amtsstuben kein Thema. Von den insgesamt 1889 Stellen laut Dienstpostenplan sind nur 66 unbesetzt, erklärt Mayr und gibt die weitere Marschrichtung in seinem Ressort vor: Der Personalabbau der vergangenen Jahre soll in der Verwaltung weiter vorangetrieben werden. Der Linzer Stadtrat will bei den Jobs im Magistrat jedoch nicht nur sparen. Vor allem in der Kinderbetreuung sollen in der Zukunft noch neue Arbeitsplätze entstehen.

Jürgen Tröbinger
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