Beamter häufte 5.844 Überstunden an

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Der Amtsleiter der Gemeinde Axams musste jetzt zweieinhalb Jahre Zeitausgleich nehmen. Er hatte eine umgerechnete Arbeitsleistung von mehr als 4 Jahren angesammelt.

Im Tiroler Bezirk Innsbruck Land ist jetzt ein besonders extremer Fall von angehäuften Überstunden zutage gekommen. In seiner Funktion als Amts- sowie Bauamtsleiter hatte der Mann, im Zeitraum 2000 bis 2015, einen Resturlaub von 2.021,5 Stunden und ein Arbeitszeitguthaben von 5.844,33 Stunden angehäuft. Das berichtet der ORF und bezieht sich dabei auf einen des Landesrechnungshofs Tirol (LRH).

Persönliche Abmachung mit Bürgermeister

Die Gemeinde wurde erst im Sommer 2015 auf den irren Arbeitsmarathon ihres Amtsleiters aufmerksam. Dass es überhaupt zu diesem unglaublichen Überstunden-Berg kam, ist einer Sondervereinbarung des Mannes mit dem früheren Bürgermeister zu verdanken. Dieser hatte versprochen, dass die Mehrstunden und Urlaubsguthaben angesammelt werden können und nicht, wie sonst üblich, verfallen.

Jahre vor Pension auf Dauerurlaub

Im Gemeinderat wurde in Folge den Dienstvertrag des Amtsleiters anzupassen. Dabei wurde die mündliche Abmachung fixiert und dem Bediensteten der Verbrauch der (bestehenden und noch anfallenden) Zeitguthaben vor Pensionsantritt im Februar 2019 freigestellt.

Gleichzeitig kam in der selben Gemeinde ein zweiter Fall ans Licht. Auch der Leiter des Recyclinghofes hatte schon Arbeits- und Urlaubszeit in umgerechneter Höhe von siebeneinhalb Monaten angesammelt. In weiteren Tiroler Gemeinden zeichnete sich ein ähnliches Bild. Der Landesrechnungshof hofft auf eine klare Linie bei der Arbeitszeiterfassung der Gemeinden.

 

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