Beauty-Doc soll Ärzte aus Russland engagiert haben

Die Ärzte sollen in den Seminaren Botox gespritzt haben. (Symbolbild)
Die Ärzte sollen in den Seminaren Botox gespritzt haben. (Symbolbild)iStock
Wegen einer verpfuschten Schönheitsbehandlung zeigte eine Wienerin ihren Arzt an. Dieser behauptet russische Ärzte hätten die Eingriffe durchgeführt.

Mit einem Augenbrauen-Fadenlifting wollte eine Wienerin ein paar Falten loswerden. Bei der Behandlung soll sie jedoch derartig schlimme Verletzungen erlitten haben, dass sie, wie berichtet, im Spital operiert werden musste. Das Opfer zeigte den Arzt daraufhin an. Bei der Festnahme des 33-Jährigen in einer Wohnung am Wiener Opernring stellte sich schließlich heraus, dass er gar keine medizinische Ausbildung hatte. Der Mann wurde festgenommen, mittlerweile ist er aber wieder auf freiem Fuß.

Falscher Beauty-Doc veranstaltete Seminare 

Laut seinem Verteidiger Andreas Strobl gab der falsche Beauty-Doc an, nie selbst Schönheitsbehandlungen durchgeführt zu haben. "Er hat Seminare veranstaltet und zu diesen Ärzte aus Russland eingeladen. Die haben dann bei Patientinnen kleine Eingriffe durchgeführt", behauptet Strobl gegenüber "Heute". Bei den Beauty-Behandlungen sollen unter anderem Lippen aufgespritzt und Falten mit Botox weggezaubert worden sein. Beworben wurden die Verschönerungen laut Strobl auf Instagram und Facebook. Zwischen 300 und 500 Euro sollen die Eingriffe gekostet haben. "Bei den Seminaren wurde der Kontakt zwischen den Klientinnen und Ärzten vermittelt", so Strobl.

Hunderte Frauen sollen an den Veranstaltungen teilgenommen haben. Die Wienerin, die durch ihre Beauty-Behandlung im Krankenhaus landete, will der Verdächtige aber nicht kennen. "Mein Mandant weist jede Schuld von sich." Es gilt die Unschuldsvermutung.

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