Becker prahlt mit Wimbledon-Sieg, Mithäftlinge genervt

Boris Becker soll während seiner Haft weiterhin als Experte tätig sein.
Boris Becker soll während seiner Haft weiterhin als Experte tätig sein.Picturedesk
Seit über einer Woche sitzt der Ex-Tennisstar schon hinter Gittern. Durch seine Bekanntheit scheint der 54-Jährige aber so einige Vorzüge zu genießen.

Seit Ende April sitzt Boris Becker im Wandsworth-Gefängnis in London. Das, weil der einstige Tennisstar Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro in seinem Insolvenzverfahren nicht offengelegt hatte. Obwohl die Haftanstalt laut der "Bild" als "knallhart" gilt, genießt der 54-Jährige anscheinend schon jetzt so einige Vorzüge in seiner Zelle.

Laut der deutschen Zeitung soll die Tennis-Legende darum gebeten haben, dass die Tür seiner Zelle nicht geschlossen wird. Der Grund dafür? Boris gab an, dass er unter Klaustrophobie, also Platzangst, leide. Sein Wunsch soll ihm anscheinend gewährt worden sein – zumindest tagsüber bleibt seine Tür offen.

"Es zahlt sich aus, berühmt zu sein"

In Genuss dieser Sonderbehandlung kommt der Wimbledon-Gewinner offenbar durch seinen Promi-Status. Dem Boulevardblatt verriet nämlich ein Gefängnismitarbeiter: "Es zahlt sich aus, berühmt zu sein." Doch die offene Zellentür sei nicht der einzige Vorzug: Bereits nach seiner Inhaftierung am Freitag vor einer Woche durfte Becker zwei – statt wie sonst üblich – einen Anruf tätigen. Dabei entschied er sich für ein Gespräch mit seiner Freundin Lilian de Carvalho Monteiro (33) und telefonierte danach noch mit seiner Mutter Elvira (86).

Trotz der Privilegien gibt es für den Promi so einiges an seinem neuen Zuhause zu meckern. Wie die "Bild" schreibt, hätte Becker gar keine Freude an den "miserablen" Hygienezuständen in dem Gefängnis. Demnach soll er seine 6,5 Quadratmeter große Zelle mit einem weiteren Insassen teilen. Diese sei mit einer Toilette ausgestattet, die aber keinen Deckel hat: "Es stinkt hier, und es ist laut", soll Becker bereits gemeckert haben. 

Mithäftlinge sind genervt

Außerdem soll er nicht genug Essen bekommen. Beim Besuch seiner Freundin vor einigen Tagen beschwerte er sich nämlich über die kleinen Portionen, die ihm aufgetischt werden. Aus diesem Grund soll der Deutsche sein wöchentliches "Taschengeld" von rund 10,50 Euro für Schokolade und Kekse ausgeben. Immer wieder betont er in Gesprächen mit seinen Mithäftlingen, dass seine Zeit im Gefängnis, eine große Umstellung für ihn sei. Vorher habe er ja dank seines Wimbledon-Triumphs ein privilegiertes Leben geführt. Seine Mithäftlinge seien schon genervt von ihm, heißt es.

Doch einen kleinen Lichtblick gibt es für den vierfachen Vater: Schon nächste Woche wird der Sport-Star in ein anderes Gefängnis verlegt.

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