Becker verlor gegen Agassi wegen seiner Zunge

Tennis-Helden: Boris Becker (l.) und Andre Agassi
Tennis-Helden: Boris Becker (l.) und Andre AgassiImago
Warum war Andre Agassi gegen Boris Becker derart überlegen? Die Antwort gibt der Amerikaner selbst. Sie ist zum Zunge-Schnalzen. 

Boris Becker und Andre Agassi zählen zu den größten Tennis-Legenden aller Zeiten. 14 Mal standen sich die beiden in direkten Duellen gegenüber, der US-Amerikaner gewann gleich zehn davon. Doch warum war er gegen den Deutschen so überlegen?

Dieses Geheimnis wurde Jahre später gelüftet. Agassi verlor die ersten drei Spiele gegen Becker relativ deutlich. Vor allem, weil der Deutsche stark servierte. Agassi machte sich ans Video-Studium – und knackte den Code.

Zunge zeigte Richtung an

"Immer, wenn Boris beim Aufschlag kurz davor war, den Ball zu treffen, kam seine Zunge zum Vorschein", erzählte Agassi nun im Interview mit "TennisTV". Und die zeigte meist die Richtung des Balles an. "Wenn seine Zunge mittig zwischen seinen Lippen zu sehen war, ging der Ball in die Mitte oder auf den Körper." Bei einem Aufschlag nach außen zeigte sich die Zungenspitze im Mundwinkel. Agassi "wusste" also frühzeitig, wohin Becker servieren würde.

Doch Agassi durfte sich im Spiel nicht anmerken lassen, dass er Becker durchschaut hat. "Das Schwierigste war nicht der Return, sondern ihn nicht wissen zu lassen, was ich wusste." Er setzte die "Geheimwaffe" daher vor allem bei den entscheidenden Punkten ein.

Agassi verriet Becker Jahre nach dem Karriereende von der Sache. Dessen Reaktion? "Er sagte: 'Ich bin immer nach Hause gekommen und habe meiner Frau gesagt, dass es sich anfühlt, als lese Agassi meine Gedanken'." Dabei las er lediglich seine Zunge.

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