Bedingte Haftstrafe für judenfeindliche Postings

In Wels ist am Dienstag ein 23-jähriger Afghane zu einer einjährigen, bedingten Haftstrafe sowie zu eine Zahlung von 720 Euro Bußgeld verurteilt worden. Der junge Mann hatte auf Facebook juden- sowie israelfeindliche Postings veröffentlicht.

In Wels ist am Dienstag ein 23-jähriger Afghane zu einer einjährigen, bedingten Haftstrafe sowie zu eine Zahlung von 720 Euro Bußgeld verurteilt worden. Der junge Mann hatte auf juden- sowie israelfeindliche Postings veröffentlicht.

Im Juli 2014 stellte er ein Bild von Adolf Hitler online, das den Schriftzug "ich könnte alle Juden töten aber ich habe einige am Leben gelassen um zu zeigen wieso ich sie getötet habe - Adolf HITLER" trug. Knapp ein Jahr später postete er ein Bild eines Totenkopfs mit zwei unterhalb gekreuzten Knochen. Darunter war "Keep calm and fuck Israel" zu lesen.

"Viele Likes"

Der Angeklagte rechtfertige seine Taten in gutem Deutsch damit, auf möglichst "viele Likes" gehofft zu haben. Für die Staatsanwaltschaft sei das eine reine Schutzbehauptung. Die Verteidigung plädierte auf mildernde Umstände. Da der Mann bereits mit 16 Jahren nach Österreich gekommen war und seine Mutter nach wie vor auf der Flucht ist, sei die Erziehung vernachlässigt worden.

Die Geschworenen folgten der Beweisführung der Staatsanwaltschaft und sprachen den Angeklagten schuldig wegen der Verstöße gegen das Verbotsgesetz sowie des illegalen Besitzes von Pfefferspray. Die Strafe von einem Jahr bedingter Haft sowie der Zahlung von 720 Euro Bußgeld wurde vom 23-Jährigen angenommen. Eine offene Bewährung wegen eines Drogendelikts wurde nicht widerrufen, allerdings auf fünf Jahre verlängert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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