Großalarm bei der Feuerwehr: Ein schwerer Chemieunfall beschäftigte die Amstettner Florianis am Freitagmorgen. In der Firma Buntmetall Amstetten drohte ein mit ätzendem Bezimittel gefüllter Behälter zu platzen.
Ein 60-Liter-Behälter, gefüllt mit Wasserstoffperoxid, war der Auslöser des Chemiealarms. Ein Defekt dürfte dazu geführt haben, dass das Beiz- und Bleichmittel reagierte und erhitzte sich. Das Gefäß mit der stark ätzenden Flüssigkeit drohte zu platzen.
Mit Spezialbohrer hinter einer Scheibe
Die Werkshallen mussten vorerst evakuiert werden, drei mit Schutzanzüge bekleidete Feuerwehren versuchten zunächst, das Gebinde von weitem zu kühlen. Das gelang nicht. Schließlich musste es mit einem eigens gebastelten Bohrer aus ein Meter Entfernung aufgebohrt werden, die Florianis schützten sich zusätzlich mit einer Scheibe. Dann wurde mit Wasser gekühlt und die Flüssigkeit umgepumpt.
Die etwa 50 Beschäftigten wurde nicht verletzt. Nach zwei Stunden konnte der Einsatz wieder beendet werden. Das Unternehmen, in dem der Unfall passierte, verarbeitet vor allem Kupfer.