TUI legt Plan mit begrenzter Gästeanzahl für Hotels vor

Der Tourismus soll langsam wieder hochgefahren werden. Jetzt veröffentlichte TUI noch vor offiziellen Vorgaben ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Hotelbetrieb nach Corona.

TUI, das größte Tourstikunternehmen Europas, hat schon vor offiziellen Vorgaben der Regierung einen 10-Punkte-Plan zur Wiedereröffnung seiner weltweiten Hotels erarbeitet. Denmach sollen vor allem in den Hotel-Restaurants die Kapazitäten angepasst und die Gästeanzahl begrenzt werden. Damit dennoch jeder Urlauber auf seine Kosten kommt, werden die Öffnungszeiten der Restaurants sowie anderer Hotelangebote ausgeweitet. In Bezug auf Aktivitäten und Entertainment wird man sich im nächsten Urlaub jedoch etwas einschränken müssen. Auch die Kinderbetreuung wird jetzt wohl etwas anders aussehen.

"Mit diesem Paket an Maßnahmen schaffen wir den Rahmen, um unseren Gästen ein weitgehend unbeschwertes und zugleich sicheres Urlaubserlebnis zu bieten. Zugleich zeigen wir damit den Regierungen in den touristischen Zielgebieten auf, dass TUI als verlässlicher und sorgsamer Partner gemeinsam auf eine schrittweise Öffnung für den Tourismus hinarbeitet", so Sebastian Ebel, verantwortlicher Konzernvorstand für den Bereich Holiday Experiences.

Der Zehn-Punkte-Plan im Detail

Hotelorganisation

1. Online Check-in: Urlauber können in vielen Hotels über die Website des Hotels oder über ihr Smartphone online einchecken. Der Check-in erfolgt somit weitestgehend kontaktlos.

2. Abstandsregel: Für alle Mitarbeiter gilt in den öffentlichen Bereichen des Hotels, wie in den Restaurants, auf den Korridoren oder den Fitness-Räumen, die Verpflichtung, einen Abstand von 1,5 bis zwei Metern untereinander und zu den Gästen einzuhalten. So werden zum Beispiel Tische im Restaurant nur dann gesäubert, wenn der Gast sich nicht am Tisch aufhält.

3. Personalplanung: Die Mitarbeiter des Hotels arbeiten in festen Teams zusammen, um mögliche Infektionsketten rekonstruieren zu können.

Kapazitätsanpassung

4. Restaurant:Die Kapazitäten in den Hotel-Restaurants werden deutlich reduziert. Tische werden mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern aufgestellt. Hierdurch wird die Anzahl von Gästen im Restaurant begrenzt.

5. Ausweitung von Öffnungszeiten:Um allen Gästen ausreichend Raum zu bieten, werden die Öffnungszeiten der Restaurants sowie anderer Hotelangebote ausgeweitet.

6. Entertainment und Aktivitäten:Es werden nur Events, Sportarten und Entertainment-Angebote mit geringer Teilnehmerzahl und ohne engeren Kontakt durchgeführt. Golf oder Tennis beispielsweise kann stattfinden, ein Fußballturnier dagegen nicht. Das Spa-Angebot wird angepasst und die Kinderbetreuung nach neuen Standards gemäß den Vorgaben der Destinationen sowie der Herkunftsländer ausgerichtet.

Hygiene & Desinfektion

7. Ausweitung Desinfektionsspender:Die Anzahl der Desinfektionsspender im Hotel wird deutlich erhöht, sodass Gäste und Mitarbeiter an allen wichtigen Kontaktpunkten ihre Hände desinfizieren können. Hierzu gehören zum Beispiel alle Orte, an denen Speisen und Getränke angeboten werden, Sporteinrichtungen sowie der Lobby-Bereich.

8. Zimmerreinigung: Alle Zimmer werden vor der Ankunft neuer Gäste mit speziellen Reinigungsmitteln gesäubert, die auch potentielle Covid-19-Viren beseitigen. Besonderes Augenmerk wird bei der Reinigung auf Flächen im Bad, die Nachttische oder Geräte des täglichen Bedarfs wie die Fernbedienung des TV-Geräts gelegt.

9. Mehr Service, weniger Selbstbedienung: Speisen und Getränke werden wo immer möglich den Gästen von Mitarbeitern serviert. Diese tragen dabei Schutzmasken. Selbstbedienungsangebote wie Buffets werden weniger eingesetzt.

Umfangreiches Schulungsprogramm

10. Training durch unabhängige Prüfer: TUI lässt alle Mitarbeiter in seinen eigenen Hotels schulen. Die ersten Trainingsunterlagen werden bereits in dieser Woche zur Verfügung gestellt.

Der Plan ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, mit dem sämtliche Leistungsbestandteile des Reiseveranstalters betrachtet werden, vom Besuch im Reisebüro über den Flug und Transfer bis hin zum Hotelaufenthalt, der Exkursion vor Ort oder der Kreuzfahrtreise. Die Maßnahmen sollen zusätzlich zu den gesetzlichen Vorschriften der jeweiligen Urlaubsländer bei den eigenen Hotelmarken wie TUI Blue, Robinson oder TUI Magic Life eingeführt, aber auch den Joint-Venture-Partnern und Vertragshoteliers des Konzerns zur Verfügung gestellt werden.

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