Behinderter lebt seit Monaten auf Schimmel-Baustelle

Im Dezember behob ein Installateur bei der Wohnung von Marcel S. einen Schimmelschaden und hinterließ eine Baustelle. Jetzt soll geholfen werden.

Seit dem Frühjahr 2020 hatte der Donaufelder mit Schimmel zu kämpfen: "Es wurde immer schlimmer und ich fürchtete mich jedes Mal vor dem Nachhausekommen", so Marcel S. Er wandte sich schließlich an Wiener Wohnen, bekam eine Dose Anti-Schimmel-Spray und den Tipp, besser zu lüften. Doch das half nichts.

Wiener Wohnen vertröstete Mieter

Im Dezember schickte die Stadt schließlich einen Installateur, der die undichte Duschtasse als Übeltäter identifizierte. Nicht aber ohne zuvor alle Rohre in der Wand freizulegen. Der Fachmann ging, wünschte "schöne Feiertage" und hinterließ eine Baustelle. Wiener Wohnen wurde die Fertigstellung gemeldet. Fall erledigt.

Als die Mutter des Floridsdorfers im Frühjahr dort anrief, wurde sie vertröstet. Corona und so. Erst als "Heute" – von WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek auf den Fall aufmerksam gemacht – Ende Juni bei Wiener Wohnen nachfragte, kam Bewegung in die Sache. Vergangene Woche begutachtete ein Werkmeister der Stadt die Baustelle, am Montag kam nun ein Installateur zur Mängelbehebung – und entfernte auch noch die restlichen Fliesen im Bad.

"Wahnsinn, alles ist voller Staub. Hier muss eine Generalreinigung erfolgen, bevor Herr S. in der Wohnung leben kann", so Schimanek. Er alarmierte die Gruppe Sofortmaßnahmen, die ihre Hilfe zusicherte.

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