Behörden geben dem Hundekiller Vorsprung

Unentschiedene Kompetenzverhältnisse zwischen Staatsanwaltschaft, Polizei und Linzer Magistrat verschaffen dem noch flüchtigen Hundemörder aus Linz-Urfahr zusätzlichen Vorsprung. Weil keine der Behörden etwa 3000 Euro an Laborkosten aufbringen will, bleiben die mutmaßlichen Gift-Leckerlis vorerst im Eisschrank.

Heute-Lesern ist die Vorgeschichte bekannt: An Spazierwegen in Urfahr und im Bereich des Pleschingersees ausgelegte, hochgiftige Strychnin-Köder kosteten in den vergangenen Wochen zwei Hunden das Leben, fünf weitere Vierbeiner konnten auf dem tierärztlichen OP-Tisch gerettet werden.

Vor einer Woche entdeckte ein Urfahraner Rechtsanwalt an der Pferdeeisenbahntrasse in St. Magdalena erneut zwei verdächtige Fleischstücke. Der besorgte Hundebesitzer lieferte den verdächtigen Fund bei der Polizei ab.

Ein unmittelbarer Nachbar und Eigentümer des Foxterriers Felix ist alarmiert: Wie steht es jetzt mit diesen Giftködern? Unserem kleinen Felix musste Tierarzt Georg Knechtl vor zwei Jahren den Magen aufschneiden, in der Vorwoche war der Hund erneut sterbenskrank!
Der Linzer Polizeijurist Christoph Burger kann keine Entwarnung geben: Eine Entscheidung liegt bei der Staatsanwaltschaft Linz. Ungeklärt ist, wer die hohen Kosten für die Laboranalyse trägt.

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