Bei Anruf Drogen: So wird in U6 weiter gedealt

Bild: Helmut Graf
"Die Dealer bei der U6 sind zurück": Das behauptet ein Zeuge, der tagtäglich mit den Öffis fährt. In "Heute" erzählt er von den Tricks der Dealer und warum Mütter mit Kinderwägen (!) involviert sind.
"Die Dealer bei der U6 sind zurück": Das behauptet ein Zeuge, der tagtäglich mit den Öffis fährt. In "Heute" erzählt er von den Tricks der Dealer und warum Mütter mit Kinderwägen (!) involviert sind.

Manuel L. (Name von der Redaktion geändert) arbeitet im Süden Wiens und fährt jeden Tag mit der U6 dorthin. Seine Zwischenstationen: die "ehemaligen" Drogen-Hotspots Jägerstraße, Handelskai und Thalia straße, wo der Handel vor Monaten "zerschlagen wurde" – bis jetzt!

"Die Dealer sind wieder zurück", erzählt der Wiener. "In den Stationen Jägerstraße, Dresdner Straße und Handelskai stehen meistens hochprofessionell organisierte Banden – mit bis zu acht Schwarzafrikanern. Früher haben die Täter in den Stationen Drogen vertickt. Das ist jetzt anders: Die Dealer warten nun auf einen Anruf, holen den Stoff und steigen zu den Kunden in die U-Bahn!"

Ein Vorfall wird L. immer in Erinnerung bleiben: "Bei der Station Handelskai stieg eine Mutter mit Kids und einem Kinderwagen aus. Junkies warteten bereits auf sie und gingen der Frau wie Zombies nach, weil sie die Drogen im Kinderwagen schmuggelte!" Auf "Heute"-Anfrage bestätigt die Polizei solche Fälle: "Das Phänomen mit den Kinderwägen gibt es. Wir behalten das Dealen in U-Bahnen im Auge, sind auch in Zivil unterwegs."

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