Nach Femiziden sei die Sorge bei Frauen besonders groß, weiß Maria Rösslhumer vom Verein Autonome österreichische Frauenhäuser, der die Frauen-Helpline betreibt. "Viele Frauen rufen an und sagen: Glauben Sie, dass mein Mann auch so reagiert, glauben Sie, dass er auch dazu neigen könnte, dass er mich umbringt?", so die Expertin im Interview mit "Wien Heute".
Wie der "ORF" berichtet, nehmen die Anrufe bei Beratungsstellen zu. 25 bis 30 Mal läutet das Telefon im Schnitt jeden Tag bei der Helpline, Tendenz steigend. Die Helpline ist rund um die Uhr erreichbar, Anrufe werden kostenlos und anonym entgegen genommen. Das Angebot richtet sich sowohl an betroffene Frauen als auch an Personen aus dem Umfeld, wie etwa ein Nachbar oder Arbeitskollege.
Hier bekommen Sie telefonisch Hilfe
Frauen-Helpline: 0800 222 555
24-Stunden-Frauennotruf: 01 71 719
Rat auf Draht: 147
Telefonseelsorge: 142
24-Stunden-Notruf der Wiener Frauenhäuser: 05 7722
Mehr Anrufe erreichen auch die Telefonseelsorge Wien. Neben der Pandemie sei auch der Anstieg an Femiziden ein Grund dafür, sagt Leiterin Carola Hochhauser. Auch bei der Krisenhotline "Männerinfo" würden nach Gewaltverbrechen mehr Menschen anrufen. Die Einrichtung hat zum Ziel, Gewalt zu verhindern bevor sie ausbricht. Übrigens: Beratungsstellen können keine Anzeigen aufnehmen – hierfür muss die Polizei kontaktiert werden!