Bei Geldtransport 20.000 Euro mitgehen lassen

Die Münzen hatten einen Wert von rund 20.000 Euro.
Die Münzen hatten einen Wert von rund 20.000 Euro.Bild: picturedesk.com/APA - Symbolbild
Weil er hoch verschuldet war, zweigte ein 38-Jähriger Münzen im Wert von 20.000 Euro ab. Nun wurde er zu acht Monaten Haft verurteilt.
Weil ein Fahrer eines Wiener Bargeldunternehmens wiederholt Münzen im Wert von rund 20.000 Euro gestohlen hatte, musste er sich am Freitag vor Gericht verantworten. Die Richterin verurteilte ihn zu einer bedingten Haftstrafe von acht Monaten.

Der Familienvater gab an, dass ihn hohe Schulden zu der Tat getrieben hätten. Vor Gericht bezeichnete er es als "Fehler" die Münzen nicht in die vorgesehenen Automaten, sondern in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Erstmals ließ der 38-Jährige im November 2017 Geld mitgehen.

Um die Taten begehen zu können, musste er verhindern, dass das Vier-Augen-Prinzip zu tragen kommt. Der Angeklagte gab an, dass die Umsetzung in der Praxis auf Grund des hohen Arbeitsaufwandes nicht immer möglich sei. Außerdem solle stets eine Hand frei sein, um im Falle eines Raubes zur Waffe greifen zu können.

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Freundin ahnte nichts



Die gestohlenen Münzen wechselte er in weiterer Folge in Bankfilialen um. Im Anschluss behob er das Geld von seinem Konto. Mitunter verwendete er dabei auch die Bankomatkarte seiner Freundin, weil sein Konto dermaßen überzogen war, dass "es das Geld sofort verschluckt hätte".

Seine Partnerin sei der ehrlichste Mensch der Welt, sagte der Mann. Sie habe bis auf einen Moment keinen Verdacht geschöpft. Eine Einzahlung auf ihr Konto tat der Angeklagte mit der Auszahlung von Überstunden ab. Die Frau (38) war ebenfalls angeklagt, wurde aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Der Mann hingegen muss neben der bedingten Haftstrafe von acht Monaten auch das Geld an seinen Arbeitgeber zurückzahlen. Nachdem ein Teil schon rückerstattet wurde, handelt es sich dabei "nur" noch um eine Summe von 12.000 Euro. Beide Urteile sind rechtskräftig.

(mr)

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