Das eindrucksvolle Phänomen ist auch auf weiteren Videos gut zu erkennen. Darauf ist etwa zu sehen, wie auch die Wellen in dem hellen Türkis leuchten und Surfer im Meer schwimmen, umgeben von mystisch glühendem Wasser. Was steckt dahinter?
Die Erklärung lautet: Biolumineszenz, also die Fähigkeit von Lebewesen, eigenständig oder mithilfe anderer Organismen Licht zu erzeugen. Das sogenannte Meeresleuchten an den US-Pazifikstränden wird durch einzellige Algen ausgelöst. Bei Berührungsreizen senden sie Lichtsignale aus. Die Voraussetzung für ihr massenhaftes Auftreten sind nährstoffreiches Salzwasser und ein weitesgehend unberührtes Küstengebiet. Anscheinend wurden die "Glühwürmchen der Meere" durch die Gezeiten auch im nassen Sand verteilt. Nur so lassen sich einige der eindrucksvollen Clips (siehe Video oben) erklären.
Im Bereich der Biolumineszenz wird auch eifrig geforscht: Erst kürzlich ist es Wissenschaftlern gelungen, mittels eines speziellen Pilz-Gens Pflanzen noch stärker zum Leuchten zu bringen als dies bisher möglich schien. Die 27 Forscher aus London konzentrierten sich nach eigenen Angaben auf ein Molekül bei Pilzen, das Pflanzen zur Bildung von Zellwänden benötigen. Dieses Molekül namens Kaffeesäure kann mit Hilfe von vier speziellen Enzymen Licht erzeugen.
Gentechnisch veränderte Pflanzen mit Lichteffekten gibt es schon länger. Bisher haben Wissenschaftler zum Beispiel ein Enzym dazu verwendet, das auch Glühwürmchen zum Leuchten bringt. Bisherige Methoden brachten allerdings eine schwächere Leuchtkraft.