Linhart: "Beim Fußball erkennt man den Charakter"

Außenminister  Michael Linhart mit  Ministeriumsball.
Außenminister Michael Linhart mit Ministeriumsball.Helmut Graf
Der erste Gegenstand, den Außenminister Michael Linhart vor einer Woche in sein Büro gestellt hat, war ein Fußball. "Heute" erfuhr im Interview mehr.

"Bei mir steht Kontinuität im Vordergrund." Seit einer Woche ist Michael Linhart (63) Außenminister. Ein Fußball war der erste Gegenstand, den er sich ins neue Büro stellte.

Kicken hilft

"Das ist der Ball des Außenministeriums", sagt Linhart stolz. Er ist Gründer, Kapitän und Stürmer des ministeriellen Kickerteams. Fußball verbinde, beim Kicken erkenne "man den Charakter der Menschen".

Rapid oder Austria? "SCR Altach" sagt der Vorarlberger Diplomat. Eh klar.

Türkis oder Schwarz?

Seine Trikotfarbe bleibt unklar. "Ich habe nie viel von dieser Farbenlehre gehalten, die ÖVP war immer meine Heimat."

Die Israel-Fahne

"Bei Terrorismus – keine Neutralität", so Linhart. "Selbstverständlich" würde er den Davidstern am Außenamt hissen, sollten wieder Raketen auf Israel hageln.

Hand für Balkan

Der Westbalkan liegt Linhart am Herzen. Die EU müsse diesen Ländern "noch mehr die Hand reichen".

Polen strafen?

Eher nein, sagt Linhart. Man müsse mit EU-Querschlägern wie Polen und Ungarn mehr reden. Wenn nötig, in einer "klaren Sprache".

Fußball mit Kurz

"Ein vertrauensvolles Verhältnis" verbinde ihn mit Sebastian Kurz. Die Chat-Affäre habe das nicht erschüttern können. Auch beim Fußball habe er immer mit und nie gegen Kurz gespielt.

Aufstieg durch Amt?

Seine Vorgänger Kurz und Schallenberg wurden Kanzler. Will er das auch? "Ich wollte immer Diplomat werden", so der Diplomat.

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