Die Polizei hat zwei Belarussen festgenommen. Sie stehen im Verdacht, im Auftrag Russlands Anschläge in Süddeutschland geplant zu haben. Das berichtete das Magazin "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Die beiden Männer sollen geplant haben, Feuer in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromleitung zu legen. Die 39 und 50 Jahre alten Verdächtigen sitzen laut dem Bericht seit Anfang Oktober in Haft.
Auch die rumänischen Behörden ermitteln gegen die beiden. Sie sollen an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brasov beteiligt gewesen sein. Das Feuer brach in der Nacht zum 15. September aus. Auf dem Gelände befindet sich ein Rüstungsbetrieb, der Granatwerfer und Munition herstellt.
Die rumänische Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität will die Auslieferung der beiden in Deutschland festgenommenen Verdächtigen und eines in Polen festgehaltenen Ukrainers beantragen. Zudem sitzt in Polen ein Ukrainer in Haft, der ebenfalls im Verdacht steht, an dem Brandanschlag beteiligt gewesen zu sein.
Ein Sprecher der Münchner Generalstaatsanwaltschaft wollte sich nicht zu dem Fall äußern. Moskau hat Vorwürfe aus Deutschland und anderen Ländern, Sabotageakte zu verüben, wiederholt zurückgewiesen.