"Belle and Sebastian" lassen 24 Jahre Revue passieren

Sänger Stuart Murdoch ist seit 24 Jahren Sänger der schottischen Popgruppe "Belle and Sebastian"
Sänger Stuart Murdoch ist seit 24 Jahren Sänger der schottischen Popgruppe "Belle and Sebastian"Will Byington
Nach 13 Studioalben, etlichen EPs sowie Session-Tapes veröffentlichen "Belle and Sebastian" mit "What to look for in summer" ein Doppel-Live-Album.

Es gibt wenige Indie-Bands, die eine so lange und bewegte Karriere haben wie "Belle and Sebastian" aus dem schottischen Glasgow. Der Verfasser dieser Zeilen kann sich sogar noch an die Zeit erinnern, als die Band rund um Stuart Murdoch noch als absoluter Geheimtipp galt. Eine Reise zurück in das Jahr 1997...

Die großen Unbekannten

Das Internet ist zwar bereits erfunden, steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Was man von "Belle and Sebastian" nicht gerade behaupten kann. Mit ihren ersten drei Alben - "Tigermilk", "If you're feeling sinister" und "The Boy with the Arab Strap" - gelangen den Schotten drei nahezu perfekte Pop-Alben, welche nicht nur die Kritiker verzückten. 

Mit ihren zuckersüßen Folk-Melodien waren sie meilenweit von dem in den 1990er-Jahren die Charts dominierenden Eurodance a lá Snap oder DJ Bobo entfernt. Sie ließen sich jedoch auch nicht in die beliebte Schublade "Britpop" stecken, obwohl sie sich mit Oasis, Blur & Co ein gemeinsames Vorbild teilten, die britische Über-Band "The Smiths". "Belle and Sebastian" folgten niemals irgendwelchen Trends, höchstens ihrem Bauchgefühl. Stuart Murdochs Songs sind Geschichten, die Episoden aus dem Leben von Außenseitern im Teenager-Alter erzählen - und denen Millionen zuhör(t)en.

25 Jahre erfolgreich gegen den Trend

Doch trotz des großen Erfolges (oder gerade deshalb) gaben sich "Belle and Sebastian" extrem medien- und pressescheu, Auftritte außerhalb Großbritanniens oder Fotoshootings waren eine Seltenheit. Lange war nicht einmal bekannt, wer jetzt überhaupt zur Band gehörte und wer nicht. Dennoch gewann die Band in kürzester Zeit eine weltweite Fangemeinde. Erst im Jahr 2000 beendete sie diese selbstgewählte Isolation.

Das Doppelalbum "What to look for in summer" ist jetzt eine Reise durch fast zweieinhalb Dekaden Bandgeschichte, bei der "Belle and Sebastian"-Fans große Momente, die sie mit dieser Band hatten, wiedererleben und sich daran erinnern werden, warum sie sie so tief in ihr Herz geschlossen haben. Wie gut das mit ihrer Musik funktioniert, beweist sie mit Songs wie „The Boy With The Arap Strap“, „Dog On Wheels” oder “The Fox In The Snow” . Diese sind unzerstörbare Popfelsen, die auch nach fast 25 Jahren jeder Brandung standhalten.

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